Nachgedacht...


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NACH EXZELLENZ

NATIONALPARK 2018!

Vier Jahre Nationalpark: An der Westseite regelrechte Goldgräberstimmung! Überraschend stark profitiert Bad Peterstal-Griesbach 2016 mit 43.000 Ankünften, 180.000 Übernachtungen! Erfolgreich auch Bad Rippoldsau-Schapbach und viele andere…

Am 28. November 2013 vom Landtag als Gesetz verabschiedet und am 1. Januar 2014 aus der Taufe gehoben, startet der Nationalpark jetzt ins fünfte Jahr.

Der Nationalpark, das beweist sich jetzt, gibt dem Nordschwarzwald nachhaltige Impulse für seine touristische Entwicklung. Allen - die von Anfang an dabei waren.

Alle die.............
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welche mitgewirkt hatten und nun bei der Vorstellung der Tourismus-Konzeptplanung am 7.Dezember 2017 in Baiersbronn dabei waren - sind sich darin einig.


Grundlage ist ein 200 Seiten starkes Gutachten, mit dem sich in die Zukunft blicken lässt. Ein Gesamt-Resulat aus zahlreichen Workshops und Arbeitstreffen gemeinsam mit Vertretern aus den Bereichen Nationalparkverwaltung, Tourismus und Kommunen. Dieses Konzept ist nun Teil des Nationalparkplanes mit thematischen Fachprojekten, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Drei Säulen entwickeln sich, das verabschiedete Wegekonzept, das für 2018 angekündigte Verkehrskonzept und das daraus dann folgende Gesamtkonzept.

Da Tourismus nicht zur Kernaufgabe der Parkverwaltung gehört, wurde der Verein Nationalparkregion Schwarzwald mit der Federführung beauftragt. Dieser Verein besteht aus 18 Kommunen, die rund um den Nationalpark liegen. Sitz ist in Baiersbronn, Geschäftsführer ist der dortige Tourismusdirektor Patrick Schreib. Der Tourismus-Erfolg bzw. -Profit durch den Nationalpark erfordert naturgemäss entsprechend finanzielles Engagement durch die beteiligten und partizipierenden Kommunen.

Die touristische Bedeutung der NP-Region ergibt sich aus vielerlei: Ca. 21000 Betten, Hotels mit vielen echten Sternen, Natur-Attraktionen und Sportkonzentrationen, fast 3 Millionen Übernachtungen in 2016 mit an die 30 Millionen Aufenthaltstagen und einem touristischem Bruttoumsatz von 1,4 Milliarden Euro.

Patrick Schreib lässt sich gerne zitieren: "Wir wollen kein Nationalpark für Besserverdienende sein. Der Exzellenz-Gedanke speist sich vielmehr aus dem Anspruch, Natur auf höchstem Niveau zu bieten und zur Nationalparkregion mit dem besten Tourismusangebot zu werden.“

Was wurden im Vorfeld des Nationalparks alles an Gedanken und Behauptungen geäussert und aufgestellt. Das reichte von der Verpflichtung zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität, ging über zur Ethik des guten menschlichen Lebens, berührte die Verantwortung für zukünftige Generationen, den Selbstwert der Natur, die Verantwortung für die Schöpfung und landete schlussendlich bei Heimat-Argumenten - abwechselnd von beiden Seiten vereinnahmt.

Die Universität Hohenheim entwickeltE 2012 dazu eine Analyse der Kommunikationsstrategie. Ein Jahr später folgten „Ethische Aspekte im Diskurs um den geplanten Nationalpark Nordschwarzwald“.

Seitens der Gegner warnte man sogar vor einer Entvölkerung ganzer Dörfer im Schwarzwald, wenn der Nationalpark käme. Inzwischen ist bei vielen ein Umdenken eingetreten und auch Minister Hauk will von einer „Rückabwicklung“ des Nationalparks schon lange nichts mehr wissen. Vor zweieinhalb Jahren entwickelte er sogar die „Überlegung“, unter bestimmten Voraussetzungen aus zwei Teilen ein Ganzes machen zu wollen.

Es bleibt abzuwarten, was die Mitglieder der Murgschifferschaft im neuen Jahr 2018 denken, welche mit ihren Waldungen genau zwischen diesen beiden Nationalpark-Teilen liegen – und am Anfang explizite Gegner des Nationaparks waren. Es scheint womöglich auch dort eine positive Entwicklung zu entstehen.


In der badischen CDU gab es von Anfang starke Befürworter. Insbesondere gilt das auch für den CDU-Bürgermeister der Gemeinde Lauf, der offenbar weit über seinen Gemeinde-Horizont hinausschaut - und nicht wie Thomas Blenke, Calwer Landtagsabgeordneter, der noch vor drei Jahren verkündete, nach wie vor nicht für den Nationalpark zu sein und „…man die Anliegen der Bürger respektieren sollte, anstatt in Stuttgart zu entscheiden, was gemacht werde.“ (Ganz im Gegensatz zum Herrenalber Landkreiswechsel-Wahlergebnis, bei dem seiner Ansicht nach jetzt Stuttgart gegen Bürger entscheiden solle…)

Es sind nicht alle von gestern. So ist es zum Beispiel dem Baden-Badener Gemeinderat (mit einer Mehrheit von 13 CDU-Gemeinderäten) zu verdanken, dass es mit 420 Hektar Baden-Badener Gemeindewald überhaupt erst zu dem jetzigen Nationalpark kommen konnte.

An der Herrenalber Bürgerbefragung 2013 beteiligten sich nur 16 Prozent (982 Bürger), von denen sprachen sich zwei Drittel (626 Bürger) gegen und rund ein Drittel (354) für den Nationalpark aus.

Im Vorfeld stellte sich der Herrenalber Gewerbe-Verbund (HGV) mit R. König und P. Müller gegen den Nationalpark, obwohl man sich gerade von dieser Seite her gerne und oft auf den Tourismusstandort Herrenalb kapriziert. Von der Grünen Liste war trotz der ewigen Dauer-Synergie-Hoffnung ihres Mandatsträgers Michael Theis wenig bis gar nichts zu hören.

Herausragend allein Manfred Senk, ehemaliger Förster und heutiger grüner Kreis- und Gemeinderat, der als klarer Befürworter des Nationalparks mit seiner Haltung nie hinter dem Berg hielt – und jetzt als Ranger sozusagen „Teil“ des Nationalparks ist.

Die Zeiten vergehen. Alles besprochen und erledigt liesse sich heute sagen, zumal viele ehemalige Kritiker dem Nationalpark immer mehr abgewinnen können. Viele Ortschaften, auch welche, in denen der Widerstand am stärksten war, partizipieren inzwischen von dem Erfolgsmodell Nationalpark.

Im Westen sind die Nationalpark-Gewinner: Baden-Baden, Bühl, Bühlertal, Ottersweier, Lauf, Sasbach, Achern, Sasbachwalden, Kappelrodeck, Seebach, Ottenhöfen, Lautenbach und Oppenau. Im Süden: Bad Peterstal-Griesbach, Bad Rippoldsau-Schapbach, Oberwolfach und Wolfach. Im Osten Baiersbronn und Freudenstadt. Die vorliegende Karte basiert auf Daten des Marktforschungsunternehmens GfK und des Statistischen Landesamtes. Entwickelt wurde diese von der Firma ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH in Köln.

Inzwischen arbeiten auch die Baiersbronn-Touristik und der Zweckverband "Im Tal der Murg" zusammen, um das gesamte Murgtal zum Erlebnisraum am Nationalpark zu entwickeln.

Gaggenau, Gernsbach, Weisenbach, Forbach und Loffenau würden damit dicht an diesen heran rücken. Ein weiterer Schritt wäre die Erweiterung des Nationalparks selbst um die Hochmoore auf dem Kaltenbronn. Herrenalb und Dobel grenzen im Norden an dieses Gebiet. Kaltenbronn gehörte gleich zu Anfang zur Suchkulisse und wurde dann doch noch „politisch“ ausgeklammert.

Bis 2019 soll am Ruhestein der Skywalk, das Besucher- und Informationszentrums entstehen.


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