Nachgedacht...


BIS NACH STUTTGART

Der Film des Jahres!


Der Vertrag


70 PROZENT SPD

Ein kleiner Vogel nur…

Aus und vorbei!

 

Während bei den Wanderfalken offenbar zwei Junge hoffentlich durchkommen (es waren vier Eier), wird es in diesem Jahr bei den Kolkraben am Herrenalber Falkenstein wieder keinen Nachwuchs geben. Ihr Stamm-Nestplatz -- viel zu nah an dem vom Forst und vom Naturschutz Calw geduldeten MB-Single-Trail (siehe auch Schwarzwälder Bote).

Deswegen hatten die Kolkraben einen anderen Platz als Notquartier ausgesucht. Leider kamen sie damit vom Regen in die Traufe: Der jetzt gewählte Horstplatz liegt unterhalb neben den immer wieder als Abenteuer empfundenen Felskopf vor der Kanzel 
("Russisches Roulette": Wer traut sich von einem zum anderen zu springen...)


Diesen Single-Trail (in einem besonders schützenswerten Geotop innerhalb eines Naturschutz- und FFH-Gebietes) entsprechend forstgerecht zuzumachen, schien einmal sogar dem Forstdirektor Reinhold Rau möglich. Aber es...


...waren nur leere Worte, geschehen ist nichts. Den gleich neben der Aussichtskanzel gelegenen Felskopf ebenfalls mit einfachen Mitteln zu sperren – mit Baumstämmen und Dickicht, so wie auf der anderen Seite bei den Wanderfalken – offenbar ebenfalls unmöglich. Die Naturschutzbehörde Calw dachte über all das fast ein ganzes Jahr lang nach. Um dann doch nichts anderes zu tun als nochmals Schilder aufzuhängen.

Hinzu kommt die neue Art von Vandalismus, mit Flaschen und Steinen von diesen Felsköpfen aus die unten angebrachten Scheinwerfer zu zerstören. Nicht auszuschliessen, dass auch das Kolkrabennest zum Ziel geworden war...


Als früherer Naturschutzwart wies ich öfters auf dieses sträfliche Unterlassen der Nichtabsperrung hin, zumal auf den betreffenden Felskopf immer wieder Jugendliche bzw. Kinder zu sehen sind, die dort als Mutprobe von einem zum anderen hin und her springen… Vielleicht muss da auch erst noch etwas passieren…

Ja, es wäre so einfach gewesen. Nun ist es so gekommen, wie es kommen musste. Der neugebaute Not-Nestplatz liegt sehr ungünstig. Gleich neben dem Nest geht es steil abwärts. Ausserdem ist dieses Nest nicht nur direkt steil an der Felswand, sondern auch von vorne voll im Blickfeld. Eben auch für Krähen…

Ist das Junge durch Störungen aus diesem Nest gefallen, gar von oben mit Steinen beworfen worfen und waren es - wie meistens - mehrere Junge? Sind die Krähen schuld, die während der letzten Tage immer wieder im Streit mit den Kolkraben-Eltern waren und diese zeitweise heftig attackierten? Wohl kaum. Alles spricht für Störung durch Menschen...

Das Nest scheint jedenfalls völlig verlassen. Danke Forst! Nun ist Stille …


Tierheim Ettlingen