Nachgedacht...


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Frühling am Falkenstein

Kolkraben, Naturschutz, Scheinwerfer.

Schon mehrfach befassten wir uns mit dem Falkenstein (Ziel vieler Spaziergänger, Wanderer, Kletterer). Zum einen mit den Wanderfalken, aber auch mit den dort regelmässig ihr Nest bauenden Kolkraben. Beide Vogelarten sind schutzbedürftig, ebenso die seltenen Moose auf den Felsköpfen. Bedauerlicherweise kommt es immer wieder zum Betreten dieser Felskuppen.

Sei es als Mutprobe oder als "einmaliger" Sonnenplatz - trotz Betretungsverbote und ausreichender Bitten um  Rücksichtnahme. Mit dem gleich nebenan illegal angelegten MB-Single-Trail (wir berichteten) beschäftigte sich die Naturschutzbehörde in Calw vor zwei Jahren monatelang und kam trotz öffentlicher Verlautbarung des dortigen Forst-Dezernatsleiter Herrn Reinold Rau "solchen Weg müsse man so verbauen...
...dass Abfahrten nicht mehr möglich sind" zu keiner solchen Massnahme. Leere Worte. Das gleiche gilt für den hier zuständigen Förster.

Andererseits ist man in Herrenalb trotz idealer Landschafts-Bedingungen und entsprechenden Freiräumen nicht in der Lage den vielen auch fremden MB-Interessierten einen offiziell ausgebauten Parcour anzubieten. In Herrenalb ist alles immer nur Mittelmass. Neidisch schaut man da in vielem nach Bad Wildbad... Das am Rande.


Während die Wanderfalken am Falkenstein wie eh und je ihr angestammtes Nest bezogen, bauten die Kolkraben neu und diesmal wieder ziemlich nahe an die besagten Felsköpfe heran. Das sieht ahnungsmässig nach Misserfolg aus. Die nächsten Störungen folgen gewiss.

(klick!)
Von links: Ausflug, zusammen, Rückkehr, Nest, Stimmung

Manche erinnern sich vielleicht. Diese beiden Herrenalber "Singvögel" (Kolkraben sind die grössten Singvögel Europas) erhielten Namen: Agathe und Emil. Das war in einem sehr kalten schneereichen Winter, vor Jahren, als sogar diese beiden mangels Futtersuche regelmässig in unserem Garten landeten und wir sie mit Katzenfutter durchbrachten.


Ihr "Gesang lässt sich natürlich nicht mit dem von der Nachtigall vergleichen. Beide verständigen sich mit lautem Kra-Kra und Glucks-Geräuschen. Allerdings wird ihnen die Möglichkeit der Stimmenimitation nachgesagt.

Ihr Gefieder ist kräftig schwarz. Im Gegensatz zu seinen Krähen-Artgenossen weist der Kolkrabe lange und schlanke Flügel auf. Schon von weitem erkennt man den keilförmigen Schwanz. 

"Sie können über weite Strecken gleiten und in Aufwinden ohne Flügelschlag kreisen. Vor allem im Frühjahr trudeln sie paarweise hoch in der Luft, schliessen die Flügel halb, rollen sich seitwärts ab und stürzen atemberaubend schnell in die Tiefe. Sie bringen es fertig, kurze Strecken mit dem Rücken nach unten zu fliegen. Die Paare leben in einer Dauerehe und festigen den Zusammenhalt durch Kraulen, Füttern oder Gefiederpflege. Weil der Kolkrabe auch schwaches Jungwild überwältigen kann, galt er lange Zeit als Schädling und wurde stark verfolgt. Heute ist bekannt, dass er ein wichtiger Gesundheitspolizist ist, da er sich überwiegend von Aas ernährt." (aus: Vogelwarte.de)

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Zwischenzeitlich sind zwei der Falkenstein-Scheinwerferscheiben zerstört. Entweder durch Hagel (unwahrscheinlich) oder durch Steine/Flaschenwürfe von oben (wahrscheinlicher). Die Elektrik ist nun offen zugängig. Die Zuständigen bei den Stadtwerken sind informiert worden.

 

Tierheim Ettlingen