Nachgedacht...


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DAS AUS MIT DER SPD?

Wolfgang Herles


EHRLICHE ANSAGE

Der Vertrag


70 PROZENT SPD

Spinat und...

CHIASAMEN

SCHEIN ODER SEIN.

SIE WERDEN ES VIELLEICHT WISSEN...

Ein solches Unterfangen wie die Kleine Gartenschau in Herrenalb bindet Kräfte. Je nach Vermögen. Bei Mitarbeitern, die ausschliesslich dafür zugange sind – notwendigerweise die gesamte Energie. Kompliment von unserer Seite für diesen Einsatz von vielen.

Wir freuen uns auch auf die eine oder andere Veranstaltung mit oder ohne Bürgerbeteiligung, auf die eine oder andere Lesung, werden den Wurzelradlern bewundernd zuschauen, dem neuen freien Lauf der Alb hinterher sinnieren und einiges anderes mehr.

Erfolg hängt immer ab von der Idee und ihrer entsprechenden Umsetzung in Dauer, Grösse und Wirkung.

Wer wünscht unserer Stadt Herrenalb bei dieser Gartenschau mit ihrer in der Sache liegenden Vergänglichkeit keinen Erfolg? Auch die Mitbürger, welche kritisch oder sogar dagegen waren. Auch ich. Gründe auf beiden Seiten schien es genügend zu geben. Mitten im Schwarzwald in einer Kultur- und äusserst reizvollen Naturlandschaft zu leben - das ergibt bereits aus sich heraus manchen Gästen und Einwohnern, auch mir, das Gefühl der Bevorzugung. Von der finanziellen Nichthabenseite -- als Kommune…

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…not-wendigerweise am Förder-Dauertropf anderer erfolgreicher oder klüger wirtschaftenden Gemeinden zu hängen -- gänzlich abgesehen.


Das Ergebnis ist und bleibt personenbezogen. Mit und ohne Anordnung zum „Wir-Gefühl-Aufruf!“. Unabhängig auch von dem gerade vorgetragenen Mitnahme-Wunsch durch „die Simulation einer politisch grünlackierten Bürgerbeteiligung“ für das Danach.

Man kann nach einem Danach allemal anständig miteinander umgehen. Das erfordert allerdings bestimmte Eigenschaften. Damit sind wir bei der inneren Kultur angelangt. Bei einem inneren politisch-sozialen Erwachsenen-Bildungsprozess.

Stellen Sie sich nur einmal vor, alle würden wissen, was man selbst, was der einzelne vor hat. Was Sie zum Beispiel planen oder sich wünschen. Ihre Ziele lägen offen auf dem Altar unseres Markplatzes, stände jeden im Gesicht geschrieben. Das müsste, sollte doch gefallen, oder? Sie sind doch für Anstand, für Wahrhaftigkeit und Fairness, oder?

Wenn nicht, lesen Sie nicht weiter. Greifen Sie dann besser zu einem guten Buch. Da wäre „Das Reich des kleineren Übels“ von  Jean-Claude Michéa, (Orginaltitel: L'empire du moindre mal. Essai sur la civilisation). Sicherlich stimmten Sie danach mit Michéa darin überein, was dieser mit der "Tyrannei des Guten" meint.

Ich hab´s weder gelesen noch den Autor bis gestern gekannt, noch kann ich französisch. Aber es kommt gut an, so zu tun, nicht wahr? Eben - Schein und Sein. Einige von Ihnen wurden vielleicht sogar etwas neidisch auf meine Weltläufigkeit. Dabei wollte ich mich nur denen unter Ihnen nähern, denen ich gerade empfohlen hatte, nicht mehr weiter zu lesen. Der Erkenntnis wegen.

Machen wir einen kleinen Schritt zur Seite. Öffnen wir den Blick zu einem zwingend not-wendigen Kulturwandel. In unserer Stadt. Weg vom Schmuddel-Image der vorhandenen kommunalen Politik zur Ehrlichkeit. So sein, wie wir glauben, dass andere uns sehen sollen. Und kommunal? Das sind erst einmal alle die, die alles verwalten und alle die, die das alles kontrollieren sollen.

Der Landesbeauftragte für Informationstechnologie, Ministerialdirektor Stefan Krebs, beauftragt von der Grün-Schwarzen Landesregierung, also von den Bündnis-Grünen und von der CDU, sieht die Notwendigkeit eines Kulturwandels in der öffentlichen Verwaltung. Sie lesen richtig. Er meint Not. Die Not-Wendigkeit.

Politikverdrossenheit hat viele Gesichter und damit Gründe: Übertriebener Eigennutz, Rücksichtslosigkeit, Unterschlagung von Informationen und Wissen. Wissen ist Macht...

Politikverdrossenheit entsteht auch aus dem Gefühl "Die da oben, wir da unten..." Konsequenzen? Zunahmen der „populistischen“ Parteien. Ende der Demokratie. Beginnende Hinwendung zur Diktatur. Das passiert, wenn man die Not zur Veränderung nicht erkennt. Wenn man also auf diesem Weg bleibt…

Sollten Sie, dem das Weiterlesen nicht empfohlen war, es doch getan haben, dann sind Sie gemeint. Ja, genau Sie ebnen diesen Weg!

Aber danke fürs Weiterlesen. Man kann natürlich immer auch umkehren. Wendig sind Sie ja schon, nur die Richtung stimmt noch nicht.

Dieser „Chief Information Officer“ (CIO) lud gerade Experten zum Runden Tisch „Open Data“. Behörden sollen Daten veröffentlichen, die bislang immer noch nicht öffentlich zugängig sind oder waren. Es wird ein Gesetz vorbereitet, welches die pro-aktive Bereitstellung von Daten vorsieht. Bürokratie mit offenem Gesicht. Vermeidung von Geheimnistuerei. Entkernung des Alleinanspruchs auf Allgemein-Informationen. Landesinformationsfreiheit frei Haus.

Das Herrenalbforum hätte dann z.B. schon längst die -- jetzt nur aus Angst vor Folgen verwehrte -- Antwort, wie oft der Gemeinderat sowieso im Jahre 2016 von der Verwaltung vorzugsmässig Aufträge erhalten hat. Schein und Sein. Je länger diese Information vermieden wird, umso mehr verselbständigt sich die Ahnung, dass da etwas mindestens sehr Unfaires geschah. Möglicherweise mehr, möglicherweise sogar strafbewehrt. Wer weiss.

Open Data! Es wäre leichter. Wirklich. Sie könnten so sein, wie sie jetzt nur in ihrem Glauben an unseren guten Glauben hoffen, dass wir sie so sehen. Warum wohl erhielt der eine Orts-Kandidat bei der zurückliegenden Bürgermeisterwahl 2004 noch nicht mal 3 Prozent? Weil zuviele wussten, wer er wirklich ist.

Viele von uns sind überzeugt, wir würden in Deutschland leben. Also in einem aufgeschlossenen, gerechten, freiheitlichen Land. Das ist aber nur geografisch richtig. Die Open Knowledge Foundation erstellt jedes Jahr eine Rangliste der Staaten, die ohne Geheimnistuerei bestimmte Daten zwecks offenes Wissen im Internet veröffentlichen. Von einigen Kommunen wie Ulm, Freiburg und Heidelberg abgesehen, rangiert Deutschland hinter Rumänien, Bulgarien und Moldawien. Dank Ihnen!