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Die Linie.

Kein noch so fehlendes Wir-Gefühl und auch nicht der Mehrheits-Bürgerentscheid werden die anstehende Kleine Gartenschau überschatten. Es sind die dunklen Gespenster der Vergangenheit. Das perfekte Verlassen der Gegenwart. Schatten mit überregionaler Auswirkung. Lang und länger. Unveränderbar. Hirn-Trümmer aus vergangenen Zeiten. Wie in Stein gehauen. Das Ende der Zukunft von vorvorgestern… Die Therme. The Lost Place of Herrenalb...


Ein in die Jahre gekommenes Beton-Werk mit einer Inneneinrichtung nahe den 70ziger Jahren, umgeben von fast 1000 morastigen Parkplätzen und so Gott es einrichtet, mit Hoffnung auf 121 Tage Blechlawinen-Füllung. Einen Schritt weiter...

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...die Jubel-Tribüne
mit gut gefüllten Rängen. Dazwischen die wie von Christo verhüllte Luftmess-Station, welche unbeeindruckt die Stickoxide vor sich hin misst.

Der hochverehrte Bade-Tourist versucht sich noch einmal am Räkeln, um dann hustend für immer fort zu huschen. Nur 4 Monate. Man erinnert sich, der hiesige Grüne-Liste-Vorsitzende hielt eine solche Befindlichkeit im Rahmen der „Rosigen Zeiten“ als dauerhaft zuträglich für Kur und Gesundheit.

Die Therme während der Gartenschau, Sie wird so ansprechend wirken wie ein nach Moder riechendes Motel an einer verlassenen Autobahn. Der Gartenschau-Gast sie bestaunen wie den Tempel von Sambor Prei Kuk. A Lost Place of Hope.

Abgerissen, abgebrannt, warm oder kalt - das wurde schon oft in Herrenalb.
Doch dieser Abriss, diese Schliessung kann nicht stattfinden, weil – man bittet um Verständnis – als Gemeinderat zu viele verpflichtende Verflechtungen vorhanden sind. Die Ehefrau, der Freund, die Freundin oder Onkel und Tante.

Man will in Ruhe die nächste Familienfeier überleben und keinesfalls die Schliessung der Therme noch vor der alles erlösenden Gartenschau fordern. "Wer sind mer denn?" Dafür winkt uns allen jetzt zum Ende des ausgehenden Jahres 2016 die nächste 1 Million Defizit - und 2017 die nächste und 2018, zu all den vielen die schon da sind.

Alles wird „noch problematischer“, so der Bürgermeister wiederholt und diesmal anlässlich der letzten Haushaltsrede am 27.1. dieses Jahres. Man leiste sich „Einrichtungen, welche für Gemeinden in der Grössenklasse wie Bad Herrenalb beispielhaft seien. Vier Kindergärten, ein Freibad, ein Thermalbad, zwei Kurhäuser, zwei Hallen, zwei Sporthallen, drei Feuerwehrhäuser, vier Friedhöfe, mehrere Wohn- und Kulturhäuser, grosszügige Grünanlagen, eine Kurverwaltung, touristische Anlagen“ usw. usf. „Bei einer klaren und emotionslosen Betrachtung der Rechnungsergebnisse der Therme müssen wir erkennen, dass wir uns (eigentlich) kein Thermalbad leisten können und auch nicht dürfen.“ Eigentlich. Für das doch Leistenkönnen stehen hauptsächlich zwei Gemeinderäte.

Die Stadt Herrenalb wird in naher Zeit, 2019/20, nach der jetzigen Bürgermeister-Amtszeit, keinen Haushalt mehr zustande bringen. Das wird dann nicht nur dessen „Verdienst“ sein, sondern insbesondere auch der von zwei Gemeinderäten, einen aus der CDU und einen von der Grünen Liste. Bei beiden die Betonung auf den einzelnen Gemeinderat, keineswegs über deren Orts-Partei hinaus. Beide verteidigen die Siebentäler Therme, als wenn es ihre eigene wäre, als wenn sie persönliche Vorteile hätten. Man melkt die Kuh, die Stadt - so lange es nur geht…

Wenn der angeblich so erfolgreiche Kämmerei-Tourismus – überwiegend Kurzzeitgäste und begründet auf Übernachtungszahlen der Evangelischen Akademie und dem Schwarzwald Panorama - die Thermenverluste wenigstens zu Null ausgleichen würde, wäre nichts einzuwänden. Das Defizit der Siebentäler Therme als „Freiwillige Aufgabe“ stürzt die Stadt seit Jahren jedoch sehenden Augens in den Ruin.

Den gesetzlichen Pflichtaufgaben wie dem Aufbau bzw. Unterhalt infrastruktureller Versorgungs- und Verkehrseinrichtungen im gesamten(!) Stadtgebiet, dem sozialen Kümmern um die eigenen Bürger, um Jugendliche und Alte, dem Wohlergehen der Gemeinde insgesamt wird schon lange nicht mehr nachgekommen. Kulturelle Begegnungsangebote, dauerhafte  Natur- oder Landschafts-Highlights gleich Null. Alles ist dem Mammon „Tourismus-Gestern“ untergeordnet. Die derzeit gereichten Zuckerstückle für eine asphaltierte Bauernhaus-Zufahrt hier und vieles Verdeckte als Dankeschön-Bonbon dort (wer es weiss, weiss es schon...) entstammen dem grossen Topf der Landesfördermittel und dem stetig steigenden Schuldenberg. 

Vorhandene Tagungsgäste der o.g. Destinationen nutzen die Therme kaum. Bei den einen nicht eingeplant, für andere ein zu hoher Anspruchs-Verlust. So steht die Frage im Raum, wem diese überhaupt noch nutzt? Arbeitsbeschaffungsmassnahme für einige wenige. Das dürfte kaum die Pflicht einer Kommune sein.

Bei der jahrelangen Diskussion sollte davon auszugehen sein, dass sich die dort Beschäftigten dieser Situation ebenso lange bewusst sind und Vorsorge trafen. Auf die Komfortzone „Wohnen und Arbeiten an einem Ort“ gibt es keinen Anspruch. Die wenigsten Herrenalber geniessen solchen Vorzug.

Investoren für die Therme? Null. Der Satz „Gespräche mit Investoren“ wird dennoch Monat für Monat, Jahr auf Jahr verteilt und wiederholt. Der Dunst vor der Nase sieht die eigene Lüge nicht (1  - 2  - 3  -  4).

Da ist zwischendurch auch von Erbpacht die Rede, aber keiner will der Erbe sein. Reines Gerede als Ersatz für mutiges Handeln - dem Allgemeinwohl gegenüber verantwortungslos. Und wenn sich dennoch unverhofft vermeintliche Lösungen anbieten, gehen die mit hoher Wahrscheinlichkeit so ähnlich aus wie beim Bechtle- und beim Mönchs-Areal. Wer erwirbt schon ein aufgrund der Schuldenlast geradezu
unverkäuflich gewordenes Objekt? Ausserdem: Beim Verkauf kämen die bei den Stadtwerken versteckten Schulden ans Tageslicht.
 

(Siehe auch Interesse der Celenus-Kliniken an der gesamten Schweizer Wiese zwischen Stadtwerke und Therme. Dazu gehört auch deren Absicht die Stadt zu neuen Millionen-Investitionen in die Therme zu bewegen. Aufstellungsbeschluss Plan B, Schweizer Wiese)


Das 2017-2019-Szenario:

• Die Aufrechterhaltung der Therme bis zur Gartenschau nach dem Prinzip des Augen zu und durch.
• Es naht das Ende der Bürgermeister-Mai-Zeit. Nach ihm die Sintflut.
• Es naht das Ende der laufenden Gemeinderats-Periode. Zwei (und jemand anders) schielen schon auf den gutdotierten Bürgermeisterposten.
• Wieder andere waschen ihre Hände in milder Alters-Unschuld.
• Das Landratsamt kann und will nicht mehr anders, „dreht“ den Schlüssel um und - die dann wieder neuen Herren können sagen, sie waren es ja nicht.

Es ist eigentlich wie mit der Banken-Krise. Neo-Kapitalismus pur! Zumindest bauernschlaues Bauern-Theater! Eine Parklandschaft mit hohem Prädikat, die Schweizer Wiese, und das vor kurzem noch verklärte permanente Blaue Band der Alb - das waren dann die Boni.

Der Film des Jahres!