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NACH DER WAHL

Wo leben wir? David gegen Goliath?
   

Würde man ein Wahlforschungs-Institut mit der Analyse von Wahlen in Stadt und Land beauftragen, kämen einige Selbstverständlichkeiten zu tage, über die manche in Herrenalb, im Kreis und anderswo als Verlierer jetzt gerade nicht hinweg kommen.
 
Eine entsprechende Wahluntersuchung aller Wahlen würde, das ist an den Fingern abzuzählen und zeigt die Wirklichkeit regelmässig, immer Wahl-Verlierer in allen Farben aufzeigen. Es ist nur noch keiner auf die Idee gekommen, zum Beispiel die Bürger einiger Städte oder Gemeinden in den neuen Bundesländern, in denen die Linke die Mehrheit errang – und das ist nicht wenig der Fall – gleich zu Kommunisten zu erklären. Oder doch? Ja sicher, wir alle erlebten auch das.
 
Wer erinnert sich nicht an bestimmte Aussagen...
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...vieler Politiker, denen eine neue Partei schon deswegen ein Dorn im Auge war und ist, weil es um die Umverteilung der vorhandenen und schon aufgeteilten Besitzstände geht? Das war gegenüber den Grünen in den Anfängen ebenso wie später bei den Linken und jetzt bei der AfD. Das ewige Spiel der Wahlverlierer, derer, die um ihre Tröge bangen.
 
Manche der jetzigen Wahlverlierer reden und schreiben sogar schon von einer angeblichen Teilung der Stadt. Bleibt zu hoffen, dass auch dort wieder Übersicht und Ruhe einkehrt und der einzelne sich seiner Verantwortung bewusst wird. Erinnert sei an das Phänomen, wie ein erwartetes Verhalten durch eigenes Verhalten herbeigeführt werden kann. Bekannt als "selbsterfüllende Prophezeiung"! Daran erkennt man dann auch, wer die wirklichen Spalter sind.

Diejenigen, die jetzt von Spaltung reden, verkennen die Wirklichkeit. Das Miteinander in Herrenalb ist jetzt nicht anders wie vor der Wahl, nur etwas aufgeregter. Ein Wir-Gefühl war nie vorhanden. Ergo schon immer eine geteilte Einwohnerschaft, die im Ganzen nichts mit sich anzufangen wusste. Dazu noch ein Stadtoberhaupt, dem nichts gelungen ist. Wer ist nach 13 Jahren Stadtführung eigentlich der adäquate Ansprechpartner für alle die, die jetzt unzufrieden auf einen demokratisches Wahlausgang schauen?

Landrat Riegger fällt bei all den geballten Pfuirufen gegenüber Wahl-Bürgern mit seinem  moderaten Ton angenehm auf. Gut wäre, wenn er sich in der verständlichen Enttäuschung nicht zu den Rufern einer angeblichen Spaltung stellen würde. Herrenalb war und ist kein leichtes Erbe für ihn.

Aber eben genau aus alledem und weil es in dieser Stadt nicht so weitergehen kann, entstand aus Bürgerverantwortung die jetzt so erfolgreiche Bürger-Inititative.


Einfluss des Wahl-Ergebnisses auf die Gartenschau?
Neugierde ist des Menschen grosse Kraft und wenn mutige Bürger etwas tun, erhielt das bislang immer noch mehr Zuspruch als ängstliche Hinterzimmer-Politik. Das strahlt im Positiven auch auf die Gartenschau aus, wenn sie denn was wird und nicht weiter in ihren Vorbereitungen auf Verwaltungsebene hinten an steht und schon so sehr ins Schlingern geriet, dass letztendlich der Geschäftsführer Joachim Hübner klammheimlich gehen musste. Insidern ist nicht entgangen, dass zwischendurch auch schon der Landrat eingreifen musste, weil dem Stadtoberhaupt die Übersicht verloren gegangen war.

Man schaut auf diese Stadt.
Zumal jetzt noch das Spiel David gegen Goliath
dazu zu kommen scheint.

Die goliath´schen Grössen in der uns umgebenen Politik sind gerade dabei, das Ergebnis einer freien Wahl in Deutschland - am liebsten - einzukassieren. Vergessen wird dabei, wie so mancher von ihnen selbst mit nur wenigen Stimmen, oft unter 1%, den erstrebten Abgeordneten-, Kreistagssitz oder Sparkassenposten, ohne Wenn und Aber in Beschlag nahm und nimmt. Eine Stimme ist eine Stimme mehr, wenn es denn so ist. Das nennt man in Deutschland Mehrheitswahlrecht.
 
Es ist teils erschreckend, teils traurig, wie die CDU um uns herum gerade ein Gesicht zeigt, welches viele Bürger vergessen und überwunden glaubten. Wer erinnert sich nicht an die Wucht eines Mappus, wenn ein Landkreistagspräsident aus Tübingen, wie gerade geschehen, über den Wahl-Willen einer Kleinstadt wie annodazumal ein Fürst regelrecht herfällt?

Der Bürger ist nicht mehr vergesslich, das musste doch gerade die CDU im eigenen Ländle erleben. Eine Gesamt-CDU, die derzeit massiv an der Bezeichnung „Junior-Partner“ knabbert, die aber zu neuen Ufern aufbrechen will, wird hoffentlich ihre gerade über das Ziel gewaltig hinaus schiessende Mitglieder aus den Landkreisen Calw und Tübingen wieder einfangen.