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DISKREPANZ HOCH 3

WIDERSPRÜCHE.
DIE BLASE IN DER BLASE
Wer kennt einen sterblichen Stein? Eine glaubenslose Religion? Auch nicht? Aber ein rundes Quadrat?

Wer mindestens eine Frage bejahen kann, ist schon mal gut dran. Alles eine Frage der Gewohnheit? Wer in Herrenalb wohnt, lebt jedenfalls mittendrin, geborgen in etlichen logischen Fehlern bzw. Widersprüchen. Lt. Wikipedia könnte der Wohnort Herrenalb auch „Contradictio in adiecto“ heissen. Liesse sich bei einer nächsten Verkehrskontrolle leicht testen: Der Beamte fragt nach dem Zuhause. Dann ganz fest durchatmen und sagen „Ich wohne in Contradictio in adiecto“. Ganz leise könnte man noch hinzufügen, eigentlich in Herrenalb – auch wenn man sich fast schon schämt, diesen Namen laut auszusprechen.  Die Polizei wird Verständnis zeigen.

Damit sind wir beim Image. Beim Ansehen einer Stadt, deren politischen Vertreter sich schon seit Jahren standhaft bemühen, den Ruf dieser bergisch idyllisch gelegenen Kleinstadt an der Alb zu ramponieren. Herrenalb, seit der vorvorigen Jahrhundertwende ein Ort der Erholung, der Sommerfrische, ein Hort homogener Landschaft und reizvoller Stimmungsbilder – inzwischen in der Region zur Lachnummer verkommen.

Mit grosser Einfaltslosigkeit wird geplant und gedacht, werden Gegensätze der besonderen Art geschaffen. Wer nur einmal vom Rathaus bis...
GEDANKEN SIND FREI.
 
Endlich hat´s einer begriffen. Wir müssten nur wachsen, einfach nur grösser werden. Dann werden sich alle Herrenalber Probleme von ganz allein erledigen. Die magische Grenze von 10.000 Einwohner – das sei der Gordische Knoten! Herrenalb würde zum „Unterzentrum“ und „bekäme dann eine erhebliche Förderung durch Kreis und Land; sowohl finanziell als auch die Förderung mit weiterführenden Schulen."

Es fehlen nur noch 2200 Einwohner (zu jetzt 7800). Wie wär´s denn mit einer Mission in Afrika´s Überbevölkerung, Herr Gemeinderat Domke, oder mit der Eingemeindung von Dobel?

Utopia im fantasieangereicherten Kopf eines Gemeinderats, welcher realistischen Problemlösungen vorzugsweise aus dem Wege geht. War es nicht hauptsächlich auch dem Gemeinderat Domke zu verdanken, dass sich ein überregionales Unternehmen wie die Evangelische Heimstiftung Stuttgart komplett aus Herrenalb zurückgezogen hat? Wie kläglich...
THEATER-DONNER
 
Statistik ist das eine, Hochrechnungen sowieso. Wenn sich die Herrenalber Tourismusleitung vorneweg auf Schwerpunkt-Informationen von der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) beruft, dann sollte deren Eingangs-Präambel nicht unterschlagen werden.

Es heisst dort ausdrücklich: „Die STG schließt eine Gewährleistung zur Stimmigkeit des Wirtschaftsfaktors mit der tatsächlichen Situation vor Ort aus. Alle berechneten Angaben beruhen auf vereinfachten Hochrechnungen, deren Basis Zahlenwerte für Deutschland, Baden-Württemberg oder für den Schwarzwald sind.“ Und weiter: „Wir können keine Gewährleistung zur Abbildung der tatsächlichen Situation vor Ort geben. Dazu wären umfangreiche Primärerhebungen durch ein entsprechendes Institut erforderlich!“

So weit so gut. Wenn nun die Eigenbewertung angeblicher Tourismuserfolge mit dem Hinweis auf das „Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif)“ sogar noch fortgeführt wird...

Der neue Ruppert...