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Heimat ist das eine
-- Heimatliebe und Heimatgefühl ist Teil dessen, aber Nationalismus gehört in die Altkleiderkammer „Revanchismus“!

75 Jahre nach der Befreiung von Ausschwitz sind - zeitgleich - auch 75 Jahre nach dem englischen Bombardement auf Dresden.

Prof. Dr. Alfred Grosser, der bekannte französische Publizist, Soziologe und Politikwissenschaftler, erinnerte 2007 nicht zu Unrecht an einige Worte aus der Predigt des Erzbischofs von Paris: „Wir glauben, dass die menschliche Würde nicht konfessionsgebunden ist und dass alle Frauen und Männer unserer Zeit berufen sind, in ihr zu leben und sie zu verteidigen.“

Grosser ergänzte in dem Zusammenhang, wie sehr das Verständnis für das Leiden des Anderen dazu gehöre. In seinem ersten Buch L‘Allemagne de l’Occident („Westdeutschland“) erinnert er, der jüdisch Geborene, andie deutschen Nächte unter den Bomben in Hamburg oder Dresden und das furchtbare Schicksal der zwölf Millionen Vertriebenen“.

Man könne von keinem jungen Deutschen erwarten, dass dieser Hitlers Verbrechen...

...voll verstehe, wenn man kein echtes Mitgefühl für das Leiden der Seinen zeige. So wenig wie man von keinem jungen Palästinenser verlangen dürfe, „die Auswirkung grausamer Attentate einzusehen, wenn man kein Mitgefühl beweist für deren Erniedrigungen und das Elend in Gaza“.

In Herrenalb ist, anlässlich des neuen Bürgermeisters Klaus Hoffmann, „Die Sudetendeutsche Landsmannschaft“ im Gespräch angekommen. Hoffmann ist Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Baden-Württemberg.

Auf der Internetpräsenz nennt sich der Bundesverband e.V. „repräsentative Organisation der sudetendeutschen Volksgruppe". Der Verein gibt wöchentlich die Sudetendeutsche Zeitung heraus und führt im Unterspann die Titel früherer Heimatzeitungen wie „Reichenberg Zeitung“, „Heimatbote“, „Heimatruf“ und „Volksbote“.

Unter Heimatpflege heisst es dort: „Wir interessieren uns für das, was unsere Vorfahren geschaffen haben, und entwickeln es in den Formen unserer Zeit weiter.“

Dazu gehörte 2019 auch die Verleihung des Europäischen Karlspreises der Sudetendeutschen Landsmannschaft an die gebürtige Münchnerin Charlotte Knobloch, von 2006 bis 2010 Präsidentin des Zentralrats der Juden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die mehr als 3 Millionen Sudetendeutschen in den Jahren 1945/46 aus ihrer Heimat vertrieben. Ca. 200.000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Damit endete eine 800-jährige Nachbarschaft von Deutschen und Tschechen in den ehemaligen „Ländern der böhmischen Krone“.

Die meisten Sudetendeutschen und ihre Nachfahren leben jetzt in der Bundesrepublik Deutschland und haben damit einen grossen Anteil an der positiven Entwicklung unseres Landes. Inzwischen sind nicht nur 75 Jahre vergangen. Die Weltgeschichte drehte sich mehrfach um sich selbst.

Keine Gegenwart lässt sich auf Erlebniswelten von damals fokussieren. „In vielen der deutsch besiedelten Gebiete Böhmens und Mähren-Schlesiens verschwanden die Trachten bereits im 19. Jahrhundert aus dem Alltagsleben.“

2015 gab es bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft anlässlich einer Bundesversammlung in München eine gravierende politische Neuausrichtung mit Grundsatzerklärung und zentralen Satzungsänderungen.

Gestrichen wurden Paragrafen mit dem ursprünglichen Ziel "Wiedergewinnung der Heimat" und die "Restitution oder gleichwertigen Entschädigung". Der Anspruch auf Rückgabe des nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten Eigentums ist nun auch kein Verbandszweck mehr.

Stattdessen fordern die Sudeten nun die weltweite Durchsetzung der Grund- und Menschenrechte und des Selbstbestimmungsrechts von Völkern und Volksgruppen. Zusammenarbeit und Partnerschaft mit den Tschechen sei ein weiteres Ziel.

Die Verbrechen an den Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg bliebe Unrecht, das geheilt werden müsse. Andererseits bekenne sich die Landsmannschaft zur Mitverantwortung "für die Verfolgung und Ermordung von Sudetendeutschen und Tschechen unter dem nationalsozialistischen Regime, sowie für den Holocaust an den Juden in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien".

„Ich hoffe, dass wir es lernen, die Wunden der Vergangenheit so zu heilen, dass wir auch wieder gemeinsame Zukunftsprojekte entwickeln können. Kein Sudetendeutscher und kein Tscheche kann die eigene Identität wirklich verstehen, wenn er nicht den jeweils anderen kennt!“ Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe

Schliesst sich der Kreis?