Hallo Herrenalber "Macher"!

Andere machen...


...UND WARTEN NICHT

Bad-Titel auch...


...OHNE THERME !

Klima-Samstage...


Ei der Daus!


HOFFNUNG STIRBT ZULETZT

Arrivederci Hans...

...

Dobel...


GRAS ODER SCHNEE...

Jeder braucht eine Familie...

Auch Volkspartei CDU...


...VERLIERT VERTRAUEN

Margarethe Stokowski


...VON GESTERN

Mieses Rentensystem

 

Vorsicht !


CHLORPYRIFOS

Neues Preussenbild?


DIE HOHENZOLLERN
WORTE KÖNNEN...
DER "WUTBÜRGER-VERSENKER"


Wir sehen diesen Wahlerfolg von Klaus Hoffmann mit Erleichterung, gratulieren aber auch fairnesshalber den beiden unterlegenen Kandidaten, die sich immerhin mit hohem Einsatz dem Wahlvolk gestellt hatten. Wir finden es auch erst einmal ansprechend, dass Klaus Hoffmann mit ähnlichem Geiste der Kämmerin sogleich angeboten haben soll als solche zu bleiben.

Wenig ansprechend hingegen waren so manche Kommentare von Leuten aus dem CDU-Umfeld, denen es offenbar schwer fällt, zu begreifen, dass ihre Kompass-Marschroute zumindest unterbrochen ist. Es wird sich zeigen, ob der neue Amtsinhaber...

...auf deren kommenden vielfältigen "Angebote" eingehen wird - so wie es seinerzeit dem amtierenden, der gleichwohl mit sehr viel Verve angetreten war, das politische Rückgrat gebrochen hatte. Klaus Hoffmann will der Bürgermeister für alle sein. Gratulation an ihn. Wir werden vertrauen, sehen, erfahren...

Überbordendes Selbstverständnis scheint, das wurde jetzt deutlich, nicht die beste Bürgermeister-Befähigung zu sein. Nichtdestotrotz war nicht alles falsch von Frau Zenker (CDU), so wie auch erst recht nicht alles richtig gewesen war, was die anderen beiden Kandidaten dem Wähler an Auswahlkriterien entgegen gebracht hatten.

Deren Angebot war insgesamt eher enttäuschend, denn viele von uns dachten schon nach dem ersten Wahlgang, alles sei gelaufen. Elf Prozent Vorsprung vor dem Zweiten, kaum aufzuholen. Dem furiosen Start von Frau Zenker setzten die beiden Herren Hoffmann und Popper bedauerlicherweise eine gewisse Bräsigkeit entgegen. 


Da war der professionelle Auftritt mit Portrait-Fotos in hochformatiger Glanzbroschüre, die eben nicht mit dem Smartphone selbst geschossen waren. Dazu von Beginn an im Amtsblatt mehrfach farbige viertelseitige Anzeigen, während anderseits der Eindruck entstand, die beiden Mitkandidaten würden denken, mit der Bewerbung allein eigentlich schon alles getan zu haben.

Die Kämmerin brachte von Anbeginn hohen Einsatz und führte ein gekonntes Erscheinungsbild, welches wie im Bilderbuch abgearbeitet wurde. Exzellente Vorbereitung, stringentes Coaching von Anfang an. So konnte nur gesiegt werden. Das akribische Aufführen unsererseits, dass mit Frau Zenker die lähmende Schulden-Mai-Zeit nicht nur verlängert, sondern auch noch gefühlt ungemütlicher, weil rechthaberischer und aggressiver werden würde, schien zumindest ihr selbst kaum Abbruch zu tun.

Bis eben zwei Kardinalfehler gemacht wurden!
Auf zwei Seiten. Bei Kandidat Popper war es der „Zenker-Versenker“ und die dazugehörige Wortfolge, die Kämmerin nach Amtsübernahme zu schassen. Das tat irgendwie jedem weh. Es passte einfach nicht zum dem Bild eines versierten aber dennoch taktvollen Anwalts… Er lieferte den Zenker-Anhängern zusätzlich ausreichend Munition um aus dem zugegebenermassen unguten Wort eine "Schlammschlacht" herauszulesen.

Bei Kandidatin Zenker war es dann der „Wutbürger“ alias "Berufswüteriche" in dem Interview mit Axel H. Kunert im Schwarzwälder Boten, zu dem Prof. Bauer in seinem Leserkommentar ganz richtig schrieb: „Nun muss ich aber doch Herrn Kunert vom Schwarzwälder Boten verteidigen: Er hat Frau Zenker immerhin dazu gebracht, ihr wahres Gesicht schon 5 Tage vor der Wahl zu zeigen. Das ist doch wesentlich besser als 5 Tage nach der Wahl!“ Und Wutbürger sind wir fast alle irgendwie. Ein HF-Leser meinte kürzlich: „Wutbürger sind wir alle! Mal in diese Richtung, mal in die andere Richtung . Mal ruhig, ignorierend oder laut.“

Der Wahlsieg war der Kandidatin offenbar schon zu selbstverständlich. Mit diesem Interview schien Sie - so kommt es einem jedenfalls vor - die Vorgaben ihres Beraters verlassen zu haben und gab sich in diesem so wie sie wirklich ist: Taff, angriffslustig und vollkommen unherzlich. So musste folgerichtig eine sich schon als Senkrechtstarterin fühlende Kandidatin eine vermutlich völlig neue Erfahrung machen: Gewählt ist, wenn die Wahl vorüber ist.

Kandidat Popper hätte sich, ganz im Gegensatz zur Kandidatin, besser auf sich selbst verlassen und keinen „internen“ Rat aus Herrenalb einholen sollen. Man kann sich nur schwerlich vorstellen, dass dieser „Zenker-Versenker“ auf dem Nährboden eines Rechtsanwalts gewachsen ist - und schlussendlich lässt sich eine Kämmerei-Beamtin nicht so mir nichts dir nichts versetzen. Insgesamt hätte seinem Auftritt etwas mehr professionelle Beratung gut getan. Hier lag die Kandidatin unangefochten vorn.

Niemand möchte dem Kandidaten und jetzigen Bürgermeister Hoffman sein persönliches Engagement streitig machen. Es ist und bleibt unsere Hoffnung, dass mit ihm ein echter Netzwerker und ein Vollblut-Menschenkenner mit Schwergewicht unsere Stadt in besseres Fahrwasser bringt. Es verbleibt allerdings auch der Eindruck, die oben beschriebenen Haltungs-Offenbarungen der zwei anderen hätten ihm genützt und den Weg ins Amt geebnet. Das sollte geschrieben sein, wenn auch in 100 Tagen kein Hahn mehr danach kräht.

Der Kelch mit der Kämmerin als Bürgermeisterin und einer strammen CDU-Allein-Vorgabe in Herrenalber Hinterzimmern scheint somit noch einmal an uns alle vorüber gegangen.

Wir freuen uns auf das Abarbeiten der von Bürgermeister Hoffmann angekündigten Positiv-Liste. Wir freuen uns auf einen Bürgermeister mit kommunalpolitischem Gespür.