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„Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben. Dazu brauchen wir einen harten Geist und ein weiches Herz. Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst, nur suchen wir sie zu wenig.“ Sophie Scholl  

„Keiner von ihnen darf nochmals in Herrenalb auch nur ein Zipfelchen der Macht in die Hand bekommen!“ Ein anderer Satz, etwas kleiner in der Dimension, aber doch ähnlich in der Hoffnung. Gemeint war mit dieser Aussage sicherlich die anstehende Herrenalber Gemeinderatswahl und gedacht wurde vermutlich an zurückliegende Negativ-Erfahrungen mit bestimmten Gemeinderäten. Erinnerung ist wichtig. Wer das anders sieht, kennt "...Herrenalber Verhältnisse nicht, in denen lokalpolitische Fehlentscheidungen schlicht und einfach vertuscht und tabuisiert werden...und jedenfalls nie aufgearbeitet, was einen ´gesunden Neuanfang´ bedeuten würde. DAS möchte man kein zweites Mal erleben..." Ein 2014 nicht wiedergewählter Gemeinderat erklärte sogar kurz danach: "Wegen der Ursachen zurückzublicken sei falsch, es gehe nach vorne!"

„Zivilcourage ist der Mut hinzusehen und etwas zu sagen, öffentlich Stellung zu beziehen und dabei für eigene Überzeugungen oder für andere (in Not) einzustehen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Zivilcourage bedeutet...

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...sichtbaren Widerstand aus Überzeugung und gilt als hohe bürgerliche Tugend. Durch Zivilcourage werden Menschenrechte eingefordert und auch umgesetzt.“ (Aus: „Menschenrechte“ Jugendstiftung Baden-Württemberg)

„Im Alltag gibt es viele Situationen, die ein bewusstes couragiertes Eingreifen erfordern. Nur wer mitmischt, kann verändern. Wer schweigt und sich ‘raushält, stimmt zu, auch wenn er anderer Meinung ist. Demokratie braucht Einmischung und Beteiligung.“  Eine Demokratie wie die unsere ist sehr verletzlich. Rücksichtslosigkeit, Gier und populistisches Machtgehabe – das sind deren grösste Widersacher.

Einmischen oder wegsehen? Teilnehmen oder wegducken? Entschlossen reagieren oder gleichgültig bleiben? In der Biologie und Physiologie versteht man unter einer Reaktion die Beantwortung eines Reizes, der von aussen oder aus dem Organismus selbst (Rück-koppelungsmechanismus) kommen kann.

Was ist nun eine angemessene Rückkoppelung? Wenn keine Namen genannt oder mindestens erkennbar werden, gehen solche Erinnerungen weitgehend ins Leere. Das gilt auch für den Hinweis an eine frühere befremdliche Aussage eines namentlich wieder nicht genannten Verantwortlichen im Zusammenhang mit dem geplanten Badeparadies: „Ich weiss es, aber ich will es ihnen nicht sagen“… Muss erst eine 16jährige Greta Thunberg aus Schweden oder eine 23jährige Luisa Neubauer der Welt vormachen, dass Wahrheit heutzutage nicht (oder noch nicht?) das Leben kostet?

Wenn eine Behauptung der Wahrheit entspricht, wenn diese sogar belegbar ist, warum traut man sich dann das Nennen von Namen im klitzekleinen Herrenalb nicht zu? So können die Betroffenen sich doch weiterhin frank und frei positionieren (wie die Realität in Herrenalb beweist), da das Vergessen auch über sie die Decke hüllt - und Neubürger somit nie erfahren, wer gemeint ist.

Wer nicht unbedingt alle Missstände der Vergangenheit in bester Erinnerung hat, dem fehlt ebenfalls die Zuordnung. So wird guter Rat nur teuer, und es entstehen bedauerlicherweise keine notwendigerweise klärende Debatten bzw. Auseinandersetzungen (siehe auch Kommentare zu „Sieben Stadträte wollen es noch mal wissen!“)

Natürlich muss man bei Namensnennungen ggf. Angriffe und Anwürfe aushalten, offener oder auch heimlicher Art. Erregte Anrufe oder Mails mit versteckten Drohungen oder auch nur mit Unterstellungen in bewusst gemeinter Herabwürdigung wie “Sie mit Ihrer hausgemachten Homepage“.

Wem passt es schon, wenn Lug und Trug ans Tageslicht kommt?

Natürlich bleibt auch jede offene Aussage, gleich von wem, immer subjektiv. Auch hier im Herrenalbforum, in welchem desöfteren auch Namen genannt werden. Jede Wahrnehmung eines Einzelnen ist subjektiv und damit eine „Konstruktion“ der empfundenen Wirklichkeit. Der Unterschied liegt nur zwischen dem Empfinden und Erfinden.

Das angebliche Fehlen von Objektivität wird von „Angegriffenen“ oft gerne bemüht, um die eigene vermeintlich richtige Wahrheit (Wirklichkeit) dagegen zu stellen – mit dem Anspruch selbst über ein höheres Wissen zu verfügen.

Gemeinderäte sind natürlich ebenfalls nur Menschen mit entsprechender Subjektivität im Handeln und Denken. Allerdings kommt eine Einschränkung hinzu, die diese vorab freiwillig - keiner wird zu einer solchen Kandidatur gezwungen - auf sich nehmen. Gemeinderäte sollen und müssen „Im Rahmen der Gesetze nach ihrer freien, nur durch das öffentliche Wohl bestimmten Überzeugung entscheiden.“ (GemO Baden-Württemberg). Nicht selten scheint der erste Teil dieses Satzes völlig unterzugehen und man lebt vorzugsweise den zweiten. Der Satz beginnt aber mit „Im Rahmen der Gesetze…“. Das „Konstruieren von Wahrheiten“ erhält hier also vorgegebene Einfassungen.

Kandidieren darf lt. Gemeindeordnung jeder. In der Gemeindeordnung ist festgelegt: „Der Gemeinderat stellt fest, ob ein Hinderungsgrund nach Absatz 1 gegeben ist; nach regelmässigen Wahlen erfolgt die Feststellung vor der Einberufung der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats“. Da die Sätze unter Absatz 2 des Gemeindeordnungsparagrafen 29 inzwischen gestrichen sind, könnte es sogar dazu kommen, dass in Herrenalb demnächst Eheleute gemeinsam im Gemeinderat sitzen.

Unterschiedliche Biografien, verschiedene Wertevorstellungen und nicht selten auch noch divergierende Interessenlagen – daraus ent- und besteht in der Regel jede Gesellschaft. Der politische Prozess soll und muss den Ausgleich finden. Dazu braucht es Debatten, dazu braucht es Wahrheiten, aber auch die Namen derjenigen, welche die Gesellschaft aus purem Eigennutzdenken immer wieder missbrauchen.

Jeder Mensch kann Fehler machen. Manch einer lernt daraus. Inwieweit die vor wenigen Jahren noch am „Monsterbad“ aktiv beteiligten Anhänger ihre Lehren gezogen haben – und jetzt sogar (wieder) für den Gemeinderat kandidieren, entzieht sich einer oberflächlichen Beurteilung. Bei den Immernoch-Gemeinderäten, die sich wieder zur Wahl stellen, fällt die Diagnose leichter. Deren Vergangenheit reicht von 2014 bis heute. Eine lange Zeitspanne. In der ist viel passiert. 


 

Der neue Ruppert...