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ERFOLG IST...
...LÖSEN VOM ERSTARREN.

Frei nach Wikipedia bezeichnet der Begriff Erfolg das Erreichen gesetzter Ziele. Die Kleine Gartenschau war im Ablauf eine grosse Leistung. Die angeblichen Gästezahlen mag man so hinnehmen wie verkündet. Die Gartenschau aber – sie war gestern.

Die gesteckten Ziele waren weitergehender. Sehr zweifelhaft, ob die Hochstylisierung dieser Kleinen Gartenschau - von Randbeteiligten bzw. den ewigen Wasserträgern - zur Landesgartenschau hilfreich gewesen ist. Die Erwartungshaltung wurde unnötig gepusht und fällt nun zusätzlich allen auf die Füsse.

Erkennbar ist - nach fast einem Jahr nach Eröffnung...
...............
...nichts anderes als der immer noch vorhandene Zaun um den Kurpark und um die Schweizer Wiese. Das ist, gelinde ausgedrückt, entweder Gleichgültigkeit oder Versagen der Zuständigen. Bleibt also noch der Hoffnungsträger IG Gartenschau. (Die Sanierungen der Kurpromenade und des Rathausplatzes – sind nicht der Gartenschau zu verdanken. Wir wiesen schon mehrfach auf den Nicht-Zusammenhang hin. Das gleiche gilt für die Renaturierung der Alb im Kurpark.)

Von offizieller Seite war kürzlich die Rede von einer Orientierung an den Erfolg der Gartenschau. "Es werden einige Veranstaltungsformate übernommen und das bürgerschaftliche Engagement weitergeführt." Inwieweit hier der Entwurf des Haushaltssicherungskonzeptes 2018 anknüpft,
wird spätestens dann fraglich, wenn man zur Seite 36 kommt. Dann weiss man wieder wo man ist:

„Anlegen eines Badesees mit Strandpromenade unter Einbindung eines hochwertigen Hotelkomplexes mit Wellness/ Gesundheitsangeboten, Privat-Spa mit eigenem Hotelstrand und Ausschank Heilwasser; Öffentlicher Badestrand am gegenüberliegenden Ufer mit Bewirtung…“ mag jeder für sich bewerten. Uns erscheint dies als fiebrige Fortsetzung des jämmerlich geendeten Badeparadies-Traumes in den Köpfen bekannter Herrenalber „Grössen“.

Das Konzept stammt aus der Feder der bisherigen Gartenschau-Geschäftsführerin Zenker und jetzt "Nur-noch"-Kämmerin Sabine Zenker. Kommissarisch, so ist inzwischen die Dauer-Wahrnehmung, auch Bürgermeisterin. Es mag kommod scheinen und dem eigenen Ego dienen, bringt aber auch bleibende Verantwortung. Der eigentliche, mit B2-Besoldung geschmückte Bürgermeister Norbert Mai versteht es sehr geschickt, dauerhaft andere für sich einzuspannen – und damit auch jegliche Entscheidungs-Schuldigkeit von sich zu weisen. Dazu gehören immer zwei, der eine der tut, der andere, der zulässt.

Die Kleine Gartenschau war – das ist naturgemäss - auch eine Geldmaschine. Mit Gaben vielerlei Art, u.a. auch Aufträge an diesen und jenen, liessen sich nicht nur Goodwill sondern auch Verbindungen und Verpflichtungen schaffen. Es wird schwer sein, diese Sympathie in der Folgezeit bis zur Bürgermeisterwahl Ende 2019 aufrecht zu erhalten. Das Geld ist ausgegeben.

Herrenalb fehlt ein im guten Sinne geistiges und transparentes Gestaltungs- und Machtzentrum. Das bekannte Herrschaftsgehabe "Ich weiss was und sage aber nichts!" ist obsolet und zutiefst antiquiert - Resultat mangelhaften Selbstwertgefühls. Man muss nicht ständig zum Nachbarort Bad Wildbad mit deren umtriebigen Bürgermeister Mack schielen. Es reicht der Blick in die Vergangenheit zum Bürgermeister Traub. Nicht unumstritten, aber eben auch erfolgreich. Eine andere Zeit, sicherlich.

Herrenalb braucht so bald wie möglich und mehr denn je einen Bürgermeister mit eigenen Visionen, einer der zuhören, einbinden und über den Tag hinaus planen kann. Einer, dem man umgekehrt auch zuhört, einer, der nicht von Berührungsängsten geplagt ist, einer der in sich unabhängig und vor allen Dingen - wie man heute sagt - gut vernetzt ist. Das sind die notwendigen Grundlagen.


Nur ein Kandidat mit diesen Eigenschaften kann Herrenalb aus der Misere zu dem Beginn eines Erfolges führen, den man völlig sinnlos einer Kleinen Gartenschau aufbürdete.