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Die Herrenalber sind dabei, dem Bestand bzw. dem Entstehen zweier Axiome zuzuschauen. Mit unumkehrbaren Folgen für die Anziehungskraft dieser Stadt.
Ein Axiom ist ein als wahr angenommener Grundsatz. In der Wissenschaft eine Auffassung, die keiner weiteren Prüfung bedarf. In der Herrenalber Gemeindepolitik ist dies eine Behauptung, welche so lange wiederholt wird, bis ihr allgemein geglaubt wird.

„Um zu entscheiden, ob eine Behauptung `falsch´ oder `wahr´ ist, stehen uns Kontextinformationen zur Verfügung.“


1.Behauptung (Axiom 1): Die prekäre Finanzlage der Stadt erfordere Verkäufe allen restlichen „Tafelsilbers“ einschliesslich Schweizer Wiese.
2.Behauptung (Axiom 2): Mit dem Bürgerentscheid im Dezember 2013 hätten die Wähler für eine allgemeine Bebauung bzw. Verkauf der stadtprägenden Schweizer Wiese gestimmt.

In der ersten "Behauptung" verfingen sich schon viele.
...........

Es fehlt(e) offenbar die Vertiefung der Materie (Kontextinformationen) oder die Bereitschaft gegenwärtige Lösungserfordernisse (Klick) anzugehen.

Das Ergebnis des Bürgerentscheids vom 1.12.2013 bezog sich einzig und allein auf die "vorgestellte Dimension". Die Ja-Stimmen des Wahlausgangs waren zudem mit Text- und Foto-Lügen und der FataMorgana einer angeblichen, nie aufgetauchten Machbarkeitsstudie "gekauft" worden. Nicht unbeachtet sollten ausserdem die vielen Nein-Stimmen bei diesem Wahlausgang bleiben (Klick).


Die konstruierte Gemeinsamkeit dieser zwei wirklichkeitsfremden Behauptungen (Finanzlage und Wahlausgang) wird in der zurückliegenden Aussage eines Ex-Gemeinderates erkennbar,
welche die Absurdität dieser beiden Herrenalber „Axiome“ nachgerade dokumentiert.
 
Dieser warf der Bürger-Initiative „Schweizer Wiese“ im November 2013 vor: "Die angekündigten Alternativen, nach denen viele Vorgängerstadträte auch schon gesucht haben, sind von der BI trotz Ankündigung bis heute nicht benannt. Ebenso wurden keine Vorschläge gemacht, wie nach den Vorstellungen der BI der gordische Knoten in der Finanzlage der Stadt ohne Privatinvestoren durchschlagen werden kann."

Über die Bürgerentscheid-Frage hinaus „Soll auf der Schweizer Wiese...“ hatte niemals eine Notwendigkeit bestanden, dem – wie sich später bewies – irrsinnigen Badeparadies-Projekt eine Alternative entgegenstellen zu müssen. Dazu gab es weder eine zivile noch eine rechtliche Erfordernis. Die Ur-Forderung war, die Schweizer Wiese in ihrer unverwechselbaren Stadtbildprägung zu erhalten.

Es war ein Fehler dieser Bürgerinitiative im weiteren Verlauf doch noch dieser 1.Behauptung aufzusitzen und mit der Artikulation einer möglichen „kleineren Bebauung“ dem Wähler die Unterscheidung zwischen „Klein und Gross“ sogar noch zu erschweren. Der Ausgang des Schwindelobjekts ist bekannt. Diese „Vorlage“ nutzt der Bürgermeister aber bis heute zu der 2.Behauptung.

Der Bürgerentscheid stellte eine einzige Frage. Ja oder Nein für das 2013 geplante Riesenprojekt. Nicht mehr, nicht weniger. Frühere Aussagen jetzt amtierender Gemeinderäte dokumentieren diese Festlegung und warnten damit schon frühzeitig vor einer Verdrehung der Tatsachen.

Unabhängig davon zieht sich der "Gordische Knoten" sprich "Schweres Thermen-Erbe" durch alle Zeit. Alle bisherigen Gemeinderäte vermieden die zwar spektakuläre, aber notwendige Entscheidung die Siebentäler Therme mangels Markt-Chancen zu schliessen. Es gab auch nie den Versuch eines schrittweisen Ausstiegs-Szenarios, sondern immer nur ein Weiter-So. Dabei begann der Niedergang schon mit der Blüm´schen Gesundheitsreform 1989. Lang ist´s her.

Hilflosigkeit? Verantwortungslosigkeit? Mutlosigkeit? Man stolpert so vor sich hin und scheint damit auch solchen Zufällen wie jetzt mit Celenus hilflos ausgeliefert.

Fast schon marginal, aber dennoch Zeichen dieser allgemeinen Lähmung, wenn jetzt in der Schweizer Wiese die gesamten Park-Holzroste im angesetzten Realwert von 100.000 Euro (Einkauf 600.000!) vor sich hinrotten und der Gartenschau-Zaun schon so lange wie die Gartenschau-Zeit selbst diese überdauert. Der Wiederverkaufswert von beiden geht inzwischen gegen Null. Die Gartenschau ist längst vorbei. Die Karawane zog weiter.

Der glorifizierte Retter „Tourismus“ zieht allerdings nicht weiter, sondern nur schnurstracks an Herrenalb vorbei, wie die Zahlen des Statistischen Landesamtes beweisen. Die Zahlen gehen seit 2014 weiter bergab. Wie in Trance „stiftet“ der Bürgermeister trotzdem Jahr für Jahr 70.000 Euro an reiche Nachbarorte! Dazu noch 45.000 Euro an ein nach AlbtalPlus und eigener Touristik im Ort drittes Werbe-Unternehmen in Bad Liebenzell. Wer verreist, beauftragt mit der Buchung auch keine drei Reisebüros. Kein Unternehmen käme je auf den Gedanken, für das Firmen-Corporate Identity oder für Produkt-Linien gleich mehrere Werbe-Agenturen zu beschäftigen.

Der Ex-Bürgermeister Traub ist zu beurteilen wie jeder will. Die Traubzeit war auf jeden Fall eine Zeit neuer Ideen. Die Periode von Bürgermeister Mai wird dagegen zu einer Anhäufung vertaner Jahre.

Bürgermeister Traub, das ist durch Zeitgenossen verbrieft, war gegen eine Rennberg-Bebauung („Unwirtschaftlich!“), wie er andererseits die Schweizer Wiese als unentbehrliches Juwel einschätzte und nie eine Bebauung auch nur in Erwägung zog. Bürgermeister Mai hingegen hat sich über bald 16 Jahre ideen- und glücklos nur verschuldet und sieht am Ende keinen Ausweg mehr als alles zu verkaufen. So werden Irrwege zu Hoffnungen und dann zu Behauptungen (Axiome).

Robert Traub war ein breitaufgestellter, vernetzter und mitnehmender Visionär, der nicht einfach nur mit dem Verkauf von Rennbergwiesen eine Therme baute. Deren Vorbereitung und Verwirklichung war damals genauso einschneidend neu wie es heutzutage eine unentbehrliche Hinwendung zu neuen Ufern sein müsste.

Den jetzt jahrzehntelangen Stillstand in der Gesamtentwicklung der Stadt, nur weil es „seit 1989“ keine Kuren mehr gibt, hätte es mit diesem Mann nicht gegeben. Erst recht keine solche fatalistische Feststellung wie die von dem noch lebenden Nachfolger „Wir können nichts anderes!“