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ODER: MACHTVERLUST!

Durch ganz Deutschland zieht sich derzeit die Frage nach dem Aufkommen einer Partei wie der AfD. Das Warum und Weswegen zeitigt viele Gründe, die sich samt und sonders zu einem bündeln lassen: Unzufriedenheit mit der politischen Elite.

Verdrossenheit, Nicht-gehört-werden – egal in welcher Bandbreite. Sind es in den neuen Bundesländern vermehrt die Ängste um den Arbeitsplatz und empfundene Bevorzugung der Flüchtlinge, reiht sich im „alten“ Bundesgebiet das fatale Gefühl dazu „Die machen ja doch was sie wollen!“

Alles das hat seine Ursachen und schwebt nicht irgendwo im Nirgendwo. Es sind die praktischen Erfahrungen von uns Bürgern überall, im Grossen wie im Kleinen. Arroganz der Macht, wo man hinschaut? Eine empfundene Arroganz auf jeden Fall, die dazu führt, dass sich Bürger abwenden, andere und bessere oder auch nur scheinbar bessere Lösungen suchen.

Nehmen wir das Beispiel mit dem hiesigen Landtagsabgeordneten...
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...Herrn Thomas Blenke, welcher dem Herrenalbforum auf dessen Offenen Brief vom 12.November 2017 bis heute nicht antwortet. Man könnte zumindest der Höflichkeit zuliebe antworten. Wenn noch Inhalt dabei wäre, umso besser. Aber wer weiss, vielleicht kommt  noch Weihnachtspost.


Wie ist aber ein solches Ergebnis zu werten, noch nicht einmal oder auch nur ungern zur Kommunikation in der Lage sein zu wollen? Ist das Geringschätzung? Ist das diese Macht? Es kommt zumindest als Machtgehabe daher. Ist man in solchen Augen als „einfacher“ Bürger  geringer, weniger wert? Der Macht gegenüber nur die Ohn-Macht? Gut zu wissen, wenn man so eingeschätzt wird.

Von Macht zu lassen, erfordert – o gott! – offenbar schon Menschlichkeit? Miteinander sprechen ist dem Menschen gegeben. Mindestens aber auch Mut. Schon wieder dieses Wort "Mut". Nebenbei: Der Autor dieser Zeilen ist sich bewusst, dass nicht „ewiges Besserwissen“ die Grundlage eines gedeihlichen Miteinanders ist, sondern die Unerschrockenheit zu immer wieder neuen Gedanken – ganz gleich von wem. Aber wenn, dann am besten von vielen Seiten. Also nur Mut!


Macht statt bürgerzugewandten Mut zu zeigen, scheint immer noch ein Urgefühl bei einigen in der CDU zu sein. Wohlgemerkt in der alten CDU. Wir Bürger, wir Untertanen. Sie da oben, wir da unten. Dabei ist die Kaiserszeit schon seit 100 Jahren vorbei. Es geht auch anders. Moderner. Offener. Gerechter. Man schaue nur auf die menschlich hervorragende Zusammenarbeit Strobl-Kretschmann, ganz unabhängig von politischen Ergebnissen. Also Schwarz-Grün. Auch unserem Landrat ist bürger-freundliches Politikverständnis nicht abzusprechen. Der Herrenalber Gemeinderat hingegen orientiert sich jedoch hauptsächlich an dem uralten schwarzen Hoheitsgefühl. Ganz besonders die beiden Grünen.

Ja, die Kommunikation. Die hat es in sich. Die wichtigste Konstante einer guten Kommunikation ist die Abwesenheit von Macht. Mindestens aber die vornehme Zurückhaltung und eben die Gleichheit im Wissen oder dem Austausch davon. In unserer Betrachtung vom 1.Dezember wiesen wir auf die u.E. vorhandenen Zusammenhänge „Kommunikation und Macht“ in der Gemeinde Herrenalb deutlich hin.

Politik wird nicht nur in Berlin gemacht. Insofern sind auch Bundespolitiker nicht allein für das so anders gewordene als erhoffte Wahl-Ergebnis verantwortlich. Niemand, kein Gemeinderat, kein Bürgermeister, kein Landtagsabgeordneter sollte sich der Kommunikation in seinem persönlichen Einzugsbereich entziehen. Wer das kraft seiner Macht meint, tun zu müssen, darf sich nicht über einen solchen Wahlausgang, die oben beschriebene Verdrossenheit und damit der „Machtzunahme“ einer AfD beschweren. Macht ohne Kommunikation wird entweder zur Diktatur und/oder langfristig zur Ohn-Macht der vormals “Mächtigen“.