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Was ist ein Menschenleben in Herrenalb morgen wert? Nichts! Die Haltung der Stadtverwaltung und des Gemeinderats in Sachen Überschwemmungsgebiet Schweizer Wiese ist der Beweis. Die Gier Bauland zu verkaufen ist stärker als Rücksichtsnahme, stärker als Vernunft... Selbstverschuldete Verschuldung ist der Antrieb, fehlende Weit- und Übersicht bestimmen die Zukunft...

Womöglich ist es auch Rücksichtslosigkeit gegenüber einem Unternehmen wie Celenus, welches keine ausreichenden Ortskenntnis besitzt? Vermutlich wird oder wurde dieses erst spät, nachdem „erhebliche Massnahmen getroffen und Vorkosten ausgegeben wurden…“ (Vorstand Th.Schindler), bezüglich des Plangebietes durch den Umweltbericht und durch Hinweise vom Herrenalbforum auf Widersprüchlichkeiten aufmerksam.

UMWELT-Bericht? So nennt sich ein 30 Seiten umfassender Bericht des „Instituts für Botanik und Landschaftskunde“, welches der „Entwicklung einer Magerwiese“ über 30 Druckzeilen und eine Tabelle widmet...
...die Hochwassergefahr für das potenzielle Gebäude zwar erwähnt, aber mit keinem Wort auf mögliche drastische Gesamtfolgen für die Allgemeinheit bei Überflutungen und den Klima-Veränderungen insgesamt hinweist.

Da heisst es nur: „Gemäss der vorläufigen Hochwassergefahrenkarte Baden-Württemberg (LUBW Hochwassergefahrenkarte 1:50.000; abgerufen am 18.04.2017 unter http://maps.lgrb-bw.de) liegt das Planungsgebiet innerhalb der Überflutungsflächen der Alb.“ – „Daher werden hochwasserangepasste Bauweisen empfohlen.“

Kein Wort von notwendigen Rückhalteräumen, die im Falle eines Falles nicht nur Wassermassen aufnehmen und zurückhalten, sondern auch die Strömungsgeschwindigkeit verringern. Man baut einfach hinein! Und verstösst unserer Erkenntnis nach damit u.a. gegen § 78 Wasserhaushaltsgesetz (WHG).

Das Planungsgebiet liegt also sogar lt. diesem Umweltbericht "innerhalb der Überflutungsflächen der Alb", reicht u.E.  mindestens in die offiziell festgesetzte Überschwemmungsfläche hinein und die notwendigerweise neu zu erstellende Strasse würde sogar mittendurch führen. Es klingt fast wie Hohn. Ein Gutachten von Fachleuten?
Nach dem Bestellerprinzip?

Natürlich verweist man zusätzlich und so ganz am Rande auf eine Beeinträchtigung(!) der Erholungsfunktion, um gleich anschliessend zu ergänzen - ein Teil des Parks bleibe immerhin erhalten. Das Landschaftsbild würde zwar negativ(!) beeinflusst - aber die Auswirkungen durch Heranrücken an den Siedlungsrand minimiert. Was denn nun, fragt man sich, negativ oder positiv? Von den 33 Bäumen „werden 12 Bäume erhalten…“
Wenn Sprache verharmlost?


Es wird eine Dauer-Schädigung einer Stadt in ihrem noch prägenden Stadtbild geplant, welche lt. etlichen Gemeinderäten höchsten Wert auf Tourismus legt... Man plant mit einem an Stil-Feinheit nicht zu überbietenden Betonklotz in einen Naturpark hinein, der schon über viele Jahrzehnte das Stadtbild mitprägt und den meisten Herrenalbern an und ins Herz gewachsen ist.
Aber: Wer bestellt – erhält?

Im Falle des Falles von Wassermassen und Überflutungen würden es nur die Toten, die Ertrinkenden, die Verletzten, die Geschädigten in der Zukunft sein. Vielleicht auch – was sagt der Wetterbericht? – schon übermorgen.

Braunsbach schon wieder vergessen!? Zwei Bäche hatten sich dort in einen reissenden Strom verwandelt. Baumstämme wurden durch die Strassen gespült, Autos an Hauswände geschoben, Häuser unbewohnbar gemacht und zerstört. Bei der Flutkatastrophe in Schwäbisch Gmünd im vorigen Jahr starb bei Rettungsarbeiten ein Feuerwehrmann. Kollateral-Schaden halt… Gewissen? Verantwortung? Nachhaltigkeit?

Die Verschuldung der Stadt Bad Herrenalb ist hoch, ist mit bald 40 Millionen Euro desaströs und macht haushalterisch fast  manövrierunfähig. Man lebt auf Pump und von Krediten. Da ist jeder Euro für städtische Grundflächen willkommen. Die betreffende Bodenfläche soll mit 500 Euro/qm ausgewiesen sein. Befreit dies aber von verantwortlicher Stadtentwicklung?

Die Gartenschau - ist vorbei und schon vergessen. Die Kurpromenade so leer wie vorher. Man bangt und hofft und macht am Band einen kapitalen Fehler nach dem anderen.

Die Evangelische Heimstiftung Stuttgart, ein in allen Kommunen gern gesehener deutscher Investor - vom Herrenalber Gemeinderat mit dem Kurparkhotel düpiert und vorgeführt – verkauft wieder ihr Grundstück am Kloster. Ein Stuttgarter investor flüchtet aus dieser Stadt!

Mit dem EHS-Konzept „WohnenPlus“ würden im Kurparkhotel-Gebäude jetzt schon an die 60 Neubürger wohnen. Dauerhaft Wohnen, dauerhaft beleben und dauerhaft einkaufen...
So wie jetzt gerade in Bad Wildbad geplant - und umgesetzt.

Das Mönchs Posthotel ging - wegen Finanzierungs-Schwierigkeiten - vor einem Jahr in die nächste Schicksals-Runde. Vor 17 Jahre begann mit dem Tod des ersten Eigentümers offenbar auch der schleichende Tod dieses ehrwürdigen Hotels. Danach nur Leerstand und zwei vom Gemeinderat vergraulte Interessenten bzw. Eigentümer.

Das Kurparkhotel – wir werden dessen "südosteuropäische Entwicklung" gemeinsam mit den dann vielleicht noch vorhandenen Gemeinderäten des Bürgerforums Bad Herrenalb e.V. erleben.

Ein Gemeinderat der Grünen Liste Bad Herrenalb e.V. interessiert sich zwar in Sachen Celenus-Klinik-Neubau - aber statt für Hochwasserschutz für die Bevölkerung nur für Ersatzwege von Amphibien…

Die Alb hat in Herrenalb 6 Zuflüsse. Gaisbach, Rennbach, Bernbach, Dobelbach, Rotenbächle – und sich selbst natürlich. Was aus Bächen werden kann, erlebte Herrenalb zuletzt 1998 mit 3 Wochen Regen. Nur Regen. Kein Starkregen.

Die Kurpromenade war zum Teil überflutet, bis in die Geschäfte hinein, der Kurpark sowieso, die Schweizer Wiese teilweise, die Falkenwiese komplett usw. usf. Der CDU-Gemeinderat Romoser und stellvertretende Bürgermeister wird´s noch wissen und kann in Sachen Hochwasserschutz ggf. Nachhilfeunterricht bei seinen CDU-Kollegen aus Bensheim an der Bergstrasse nehmen oder entsprechende Informationen bei der CDU-Ettlingen und Malsch einholen.

Im Kurpark wurde mit separaten Fördermitteln aus Hochwasserschutz-„Töpfen“ die Alb renaturiert. Dort kann sie wieder, was Bäche und Flüsse normalerweise machen, mäandrieren.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Fliessgeschwindigkeit. Flache Ufer mit starker Vegetation und vielen Schleifen (Mäander) verlangsamen das Tempo. Begradigte Flüsse oder Bäche fliessen dagegen bedeutend schneller. Rückhalteräume wirken bei Überflutungen wie Schleifen bzw. Aufnahme-Buchten, nehmen auf und verlangsamen. Auch die Mitmenschen unterhalb Steinhäusle – also über die "Grenze" - bis Ettlingen und darüber hinaus bis zum Rhein, nach Mainz, Köln und Düsseldorf und in die Niederlande sind dankbar für Hochwasserschutzmassnahmen – schon in den Bergen.

Im jetzigen Kurpark findet der Besucher einen sehr gelungenen Alb-Abschnitt. Eine gekonnte Rückführung zur Natur, eine Hochwasserschutzmassnahme, die auf- und einatmen lässt, konzipiert von Frau Prof. Böhm, welche uns schrieb: „Grundsätzlich sind wir für den Erhalt von grünen Freiräumen und würden dies auch für die Schweizer Wiese begrüssen.“

Statt deren Gestaltungsdenken aufzunehmen und wie in anderen Kommunen Stadtentwicklung vollumfänglich zu planen und Überflutungsszenarien zumindest zu berücksichtigen, verliert man sich in Herrenalb in solchen Top-Themen wie Seilrutsche, Min- und Fackelgolf mit Glühwein, Eis und Cocktails und Barbecue.  Sachverstand der besonderen Art. Es wird einem schon froh ums Herz, wenn dann kürzlich doch noch ein Gemeinderat an das Vorhaben "Stadtentwicklung 2030" erinnert.

Viele wundern sich über den doch ziemlich hohen Abstand zwischen der letzten Stufe und dem Wasserspiegel an den neuen Albufertreppen im Kurpark und am Rathaus. Der Grund findet sich lt. Landratsamt Calw in Anforderungen zum Hochwasserschutz!

Keine 300 Meter weiter, Schweizer Wiese, heisst es dafür schon „Nach uns die Sinflut!“ Gier und mangelnde Weitsicht schlägt Schutz?

Haben wir eigentlich keine Freien Wähler im Ort, also Gemeinderäte dieser offenbar besonderen Art? Keine Website wie anderswo, keine Treffen, kein Nichts. Hochwasser ein Fremdwort. Freie Wähler von Ettlingen lassen grüssen.

Das Wasser der Elbe war während des Hochwassers 2002 auf der Strecke von 142 Kilometer plötzlich um einen ganzen Tag schneller. Wer die Fluten gesehen hat oder sich an Braunsbach im vorigen Jahr erinnert, der wird die hiesige Entwicklung mit Unverständnis begleiten.

Warum gibt oder gab es für das Unternehmen Celenus von Anfang an kein Alternativangebot? In einem Höhenortsteil zum Beispiel, um dort die Infrastruktur zu verbessern? Die dortigen Gemeinderäte müssten solches doch begrüssen, oder?! Das Gute liegt so nah – auch Alternativstandorte in der Kernstadt sind vorhanden. Celenus bleibt willkommen - aber an anderer Stelle.

Womit sich auch das Totschlagwort "Erhalt von Arbeitsplätzen" von allein erledigt.