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Erwin Teufel, Ministerpräsident von Baden-Württember a.D., Mitglied in der CDU seit den 60ziger Jahren, zu Gast in Herrenalb, begleitet vom Landtagsabgeordneten Thomas Blenke (CDU) und dem Landrat Helmut Riegger (CDU).

Erwin Teufel wird im September 78 Jahre alt. Kein Alter heutzutage - zumal er noch sehr beschäftigt ist. Mitglied in einigen Stiftungen, Präsident des Deutsch-Französischen Instituts, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Internationalen Hochschule Liebenzell usw. usf.


Vor drei Jahren erschien von ihm in Zusammenarbeit mit Winfried Mack das Buch „Aus der Krise lernen. Auf dem Weg zu einer weltoffenen und humanen Gesellschaft“. Erwin Teufel beschrieb die Kernthese dieses Werks einmal als...
.......

..."das Erkennen einer Vertrauenskrise, die fast alle Lebensbereiche betreffe. Aber aus Krisen könne man auch lernen. Eine Lehre müsse sein, das Vertrauen in Europa wieder zu stärken“. Mithin wird er auch unser Land gemeint haben.

Solch ein immer noch hochgeschätzter Mann war nun der Ehrenredner anlässlich des Festaktes der Stadt Bad Herrenalb zum 130.Geburtstag am Freitag, den 14.Julí 2017. Einer Festlichkeit, die schon in ihrer Vorbereitung durch die Stadt allerdings jegliche Weltoffenheit vermissen liess – geschweige denn Vertrauen bildet. Und nicht, wie man denken sollte, als Veranstaltungsort offen und transparent in der Sparkassen-Bühne auf der Schweizer Wiese, sondern im Kurhaus...

Wer kann sich erklären, warum aus einem an sich
offiziellen Stadtgeburtstag eine quasi abgeschirmte Veranstaltung wurde? Es gab keine Vorinformation in den Medien - ausser im einschlägigen kaum beachtenswerten Amtsblatt und dem ebenso begrenzten "Gäste-Journal". Zu solchen Jubiläen ist es landein-, landauswärts üblich, die Bürger ihrer Stadt über die einschlägige Presse dazu zu laden. Im Amtsblatt zur Einladung ausserdem kein Wort. Im Nachhinein erfuhr der hochverehrte Bürger, dass es geladene Gäste gegeben habe.
(Badische Neueste Nachrichten + Kommentar, Schwarzwälder Bote 1 + 2).

Es wurde wieder einmal klar und deutlich: In Herrenalb ticken die Uhren anders. Diese Stadt gehört ganz wenigen. Es sind einschliesslich Bürgermeister diejenigen, welche diese Stadt seit Jahren hoch in die Verschuldung führten und von einem Fiasko ins andere, von einem nicht als gefälscht erkannten Millionenscheck bis zu einem Baugebiet, welches nach 7 Jahren immer noch unvollendet ist. Und und und. Diese und andere ausgesuchte Bürger durften also dem Festakt beiwohnen.

Wir gehen im Vorgriff davon aus, dass unser Ex-Ministerpräsident über die Art und Weise dieses abgeschotteten Stadtjubiläums nicht informiert gewesen war.

Es ist auch zu bezweifeln, ob ein Ministerpräsident a.D. bewusst in ein „beim Landesparlament anhängiges laufendes Verfahren über die Zukunft der Kreiszugehörigkeit Bad Herrenalbs“ eingreifen wollte, in dem er die Stadt zur Zugehörigkeit zum Landkreis Calw beglückwünschte. Viel eher ist nach jetzigem Kenntnisstand einzuschätzen, dass Erwin Teufel – sowohl die grosse Welt wie auch sein Heimatort Spaichingen ist ein Stück weit weg – letztendlich - ihm unbewusst - instrumentalisiert wurde.

Man mag der Landes-CDU gerne glauben, bundesähnlich weitgehend Distanz zum verbrauchten und gerade die Jugend abschreckenden Herrschaftsdenken zu suchen. CDU-Vertreter aus dem Landkreis Calw, natürlich einschliesslich der Herrenalber, erinnern mit diesem Gegenwarts-Auftritt aber bedauerlicherweise an den von einer Wählerin bei der Bürgerentscheidswahl formulierten persönlichen Begründung: Karlsruhe ist die Moderne und Calw das Mittelalter.