Nachgedacht...


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CHIASAMEN

HOTEL AM KURPARK

DIE CHANCE...

In Sachen Landkreiswechsel wird derzeit von allen Seiten über das Öffentliche Wohl bzw. das Gemeinwohl nachgedacht. Verschiedenste Meinungen von Stadtverwaltungen, Kreisräten etc. werden dazu vom Innenministerium eingeholt.

Ein leeres Hotelgebäude dient mit Sicherheit keinem Öffentlichen Wohl... Die Entscheidung gegen das "WohnenPlus"-Konzept“ der Evangelischen Heimstiftung Stuttgart fiel in der Gemeinderatssitzung vom 25.11.2015 mit 7:5 knapp aus ("Demokratie-Verständnis in Sachen Mehrheit"). Somit verweigerte der Gemeinderat "nur" mit knapper Mehrheit die notwendig gewesene Nutzungsänderung.

Der angekündigte Kauf des Hotels am Kurpark durch den türkischen Investor Huseyin Aydogan entpuppte sich inzwischen als neue Herrenalber Leernummer
(s.auch BNN v. 28.1.2017).

Es bleibt auch die Frage unbeantwortet, an welche potentiellen Gäste dieser Investor - dem vermutlich auch der drastische Lira-Verfall einen Strich durch die Rechnung machte - in Wahrheit gedacht hatte. Wäre es einem Investor "reinsten Wassers" nicht unbenommen, je nach Entwicklung auf den §31 BauGB und die Befristung nach § 246 Abs. 8 bis 14 BauGB in bezug auf "Zwangs"-Nutzungsänderung zurückzugreifen, um diese ... in Sondergebieten als Einrichtungen und Unterkünfte für Flüchtlinge oder Asylbegehrende in Anspruch zu nehmen? Nach der Gartenschau fällt die bislang als vorhanden einzuschätzende Rücksichtnahme des Landratsamts Calw mit Sicherheit dezidierter aus.

Die ursprüngliche EHS-Konzeption...

...sah im "Hotel am Kurpark" 43 Wohnungen und eine Wohngemeinschaft vor. Notwendige Umbauarbeiten sollten zügig vorgenommen werden, so dass im Herbst 2016 Eröffnung gewesen wäre.

Man wäre die Sorge kurz vor der Gartenschau los gewesen, direkt davor einen blinden leeren Hotelkomplex stehen zu haben –-- und die Stadt hätte eine weitere Einnahmequelle und die anliegenden Geschäfte mehr Kunden...


Die Vorteile der Umsetzung des EHS-Konzepts
liegen auf der Hand:

• Neue, dauerhafte Arbeitsplätze
• Zuzug von Neubürgern
• Kaufkraft für die anliegenden Geschäfte
• Belebung der Innenstadt
• Kein Leerstand
• Innovative Geschäftsidee
• Zukunftsorientiert
   (Pflege, autarkes Wohnen im Alter, demographischer Wandel)
• Imagegewinn für die Stadt durch einen solventen seriösen Investor.


Betreutes Wohnen heisst nicht, dass diese Menschen nicht vor die Türe gehen, zumal die Angebote gestaffelt sind und je nach Bedarf zuverlangt werden können.

Diese Bürger werden einkaufen, sie werden sich im Ort einbringen, in den Vereinen und anderen Einrichtungen, sie werden spazieren gehen, sie werden umliegende Restaurants und Cafés frequentieren, sie werden von Familien, Freunden und Bekannten besucht.

Fast alle der am 25.11.2015 ablehnenden Gemeinderäte befinden sich im gleichen Alter.

Der Geschäftsführer eines Vier-Sterne-Hotels erklärte dem Herrenalbforum vor einiger Zeit, das Hotel am Kurpark sei nicht für einen „normalen“ Hotelbetrieb gebaut. In der vorhandenen Form, mit einigen Änderungen, könne man es wirtschaftlich sehr erfolgreich führen.

Die Entscheidung des Gemeinderates im November 2015 führte dazu, dass dieses Hotel seit über einem Jahr leer steht und die EHS bis dato keinen Käufer für einen normalen Hotelbetrieb finden konnte.

Etliche einst vorhandene Hotels wie Landhaus Bernstein, Hotel Gaab, Hotel Thoma, Landhaus Marion und ebenso das Mönchs Posthotel sind inzwischen ebenfalls geschlossen, stehen leer oder wurden (mit Nutzungsänderung!) zu Wohnungen umgebaut.

Das Fehlen dieser einstigen Hotelkapazitäten ist nicht auffällig und lässt seinerseits einen Blick auf den „Tourismus“ zu. Es gilt die Zeichen der Zeit zu erkennen. Bechtle, Hotel Bonsai und Mönchs Posthotel sind noch nicht verkraftet.

Von möglicher zwangsmässiger Zweckzuführung abgesehen, wird dieses Hotel noch sehr lange leerstehen und nach und nach verkommen. Der energetische Gebäudeverfall ist schon erkennbar. Ausserdem muss jeder „Leerstandtag“ mit zusätzlicher Leistung und monetären Mitteln reinvestiert werden. Jeder Tag vernichtet Wirtschaftseigentum. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Bei der Genehmigung des Celenus-Klinik-Neubaus war die Standortsicherung ein gewichtiges Argument gewesen. Es kann und wird nicht im Interesse des Gemeinderats zum Wohle der Stadt liegen den Standort eines leeren Hotelgebäudes zu sichern. Hierzu passend der  positive Hinweis von der KE Kommunalentwicklung bei der Auftaktveranstaltung am 23.1.17 im Kurhaus. Die Diskussion bei der Klausurtagung ergab, dass der Gemeinderatsbeschluss überprüft und ggf. revidiert werden soll. (siehe auch Protokoll der Klausurtagung, Website Herrenalb).

Der Geschäftsführung der Evangelischen Heimstiftung Stuttgart ist hoch anzurechnen, dass diese nach der mehr als enttäuschenden Gemeinderatssitzung am 25.11.2015 noch einmal den Ball nach Herrenalb zurückwirft.