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Der Tod der Stadt? Spaltung auf ewig? Untergang der anstehenden Gartenschau? Was war bloss los in 2016? Achja, der Wechselwunsch!

Von Norden des Bundeslandes kam der Stadt Herrenalb ausschliesslich Skepsis entgegen. Vom Osten Zorn und laute Worte. Nicht nur gute, aber auch nicht nur gleichgültige und ablehnende. Es schwankte zwischen Wut, Enttäuschung, starken Worten bekannter Dehoga-Insider aber auch ernsthaftem Bemühungen um unsere Stadt.


Und nun? Sind wir Herrenalber überhaupt nicht erstaunt, dass es von Karlsruhe...

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...keinerlei Willkommens-Botschaft gab? Dass dort kein einziger mit der Fahne im Fenster winkte? Sind wir denn wenigstens etwas erschrocken oder lässt uns auch dieses Bild, nicht willkommen zu sein, völlig unbeeindruckt? Sollte das nicht allen zu denken geben, gleich, für welche Entscheidung man gewesen war – oder natürlich noch ist? Wer ist schon gerne unerwünscht? So wie es aussieht, sieht es aus wie immer in Herrenalb. Es ist und bleibt der Tunnelblick. Die Nabelschau.


Nicht willkommen ...
Herrenalb ist im Landkreis Karlsruhe nicht beliebt und nicht gewollt. Kein Abgeordneter von dort war zum Interview bereit. Ein ehemaliger Minister hielt sich entgegen seinem vorherigen Statement im Staatsanzeiger bedeckt. Der dortige Landrat liess wissen, ein Wechsel allein mache noch keinen Sommer. Wie wahr!

Es wäre im Landkreis Karlsruhe nur noch eine Kommune mehr, die an der Grunddürftigkeit herumkratzt und nur der Allgemeinheit zur Last fällt. Im Sommer kann man als Karlsruher auch so die Berge und alles andere um unsere Stadt geniessen. Mit und ohne Landkreisgrenzen. Und wenn Schnee fällt, fährt man sowieso nach Dobel. Einem Ort, der immer schon bei seinen Leisten blieb.


Da waren also nicht wenig Gründe vorhanden, warum man seitens Karlsruhe still schwieg. Natürlich die Verschuldung. Aber Herrenalb hat auch keinen guten Ruf. Oder anders ausgedrückt, einen ganz besonderen.

Wer sind wir eigentlich?
Wir sind
die spleenige Kurstadt, die mit altbackenen Gemeinderäten dem alten Glanz und Gloria von damals nachhängt, als im Mönchs Posthotel dereinst ein Heimatfilm gedreht wurde und man sich heute am liebsten einreihen möchte zwischen Rossini, Burda und Festspielhaus - um mit neuer Kurpromenade wenigstens den Hauch des Flanierens einer Lichtentaler Allee einzufangen.


Wir sind die Stadt, deren Gemeinderat gerade die Botschaft an betuchte ältere Mitbürger sandte, mitten in der Stadt als Dauerbürger nicht willkommen zu sein.

Wir sind die Stadt, in der man über die „Alkis“ der psychosomatischen Klinik immer schon die Nase rümpfte und nun, mangels klammer Kassen, purer Auswegslosigkeit und vorübergehendem Wachzustand einem grösseren Neubau einer solcher Erlebnishaftigkeit geradezu enthusiastisch gegenüber steht.

Wir sind die Stadt, in der auch das weit bekannte Pfingsttreffen und der Förderkreis der Ganzheitsmedizin nicht sonderlich gewürdigt wird.

Wir sind die Stadt, deren Gemeinderat dafür sorgte, dass dieser Förderkreis das Mönchs Posthotel nicht erwerben durfte.

Wir sind die Stadt,
welche dem ersten Nachfolgebesitzer von Hubert Mönch vom Mönchs Posthotels, dem Niederländer Daniel Koeman, derart viel Auflagen erteilte, dass dieser genervt aufgab.

Wir sind die Stadt, in der eine Gemeinderätin mit Feuer und Flamme für das Zulassen eines Automaten-Spielcasinos ("Spielhölle") warb, weil sie dieses an das Spielcasino in Baden-Baden erinnere.

Wir sind die Stadt,
zu der ein Direktor der Evangelischen Akademie einmal verlauten liess, nicht zu bemerken, dass Herrenalb die Evangelische Akademie bemerke.


Wir sind die Stadt
voller Widersprüche.


Wir sind die Stadt, aus deren Reihen selbst nie Grosses produziert wird - dafür mittelmässig immer auf "den grosssen Investor" gewartet wird.

Wir sind die Stadt, in der etliche alteingesessene hoch Begüterte nicht in der Lage gewesen waren, dem historischen Klosterbräu eine Zukunft zu geben.

Wir sind die Stadt,
in der anlässlich einer Gemeinderatssitzung nach einer „hagestolzen“ GR-Ablehnung eines grösseren Bauvorhabens drei Investorenvertreter der hochseriösen Evangelischen Heimstiftung Stuttgart von vorgeblichen „Damen“ der Herrenalber Gesellschaft mit Hohn-Gelächter verabschiedet wurden. 


Wir sind auch immer noch die Stadt eines erträumten Badeparadieses, in deren Zusammenhang ein dilletantisch gefälschter Millionen-Scheck sowohl vorhandenen wie Ex-Gemeinderäten das Augenlicht bis zum Unterbewusstsein trübte - und bei der darauffolgenden Kommunal-Wahl wenigstens einigen von Ihnen deshalb das Vertrauen entzogen wurde.

Wir sind aber auch immer noch die Stadt deren Bürgermeister einmal hoffte, nicht als Totengräber dieser Stadt in die Annalen einzugehen. Der am Anfang feststellte, die Stadt sei nicht dazu da, den Pensionen und Hotels die Betten zu füllen. Aber inzwischen ist er selbst zum grössten Füllgehilfen geworden!

Die obige Liste liesse sich verlängern...


Denn kaum zieht mit einem immerhin zweiten Bürgerentscheid ein wenigstens demokratischer Glanz in die regionale Welt hinaus, gibt ein Neu-Bürgermeisterkandidat und Gemeinderat unsere Stadt schon wieder der Lächerlichkeit, der Widersprüchlichkeit preis. Eine Vertrauensperson sei bei der Wahldurchführung fehl am Platze gewesen. Eine, die er vorher selbst mitbestimmt hatte. Diesmal lachte man immerhin von Calw bis Karlsruhe. Die Kommunalaufsicht stellte nach sorgfältiger juristischer Bewertung keinen Verstoss fest. Und der Bürgermeister, nicht dumm, liess ganz am Schluss wissen, eigentlich seien doch alle Vertrauenspersonen gewesen. Spätes Wissen.

Nur der Blick zurück?
Nein, vieles von den Beispielen war gerade erst gewesen - und dauert an...

Blick nach vorn berechenbar?

Nein, Herrenalb ist nicht berechenbar. Lichtentaler Allee sein wollen – aber wenn man die Türen öffnet, riecht es leicht muffig.

Allgemein heisst es, eine Gemeinde habe die Vertreter, die es verdient. Natürlich sind nicht alle Gemeinderäte gleich einzuordnen. Dann sollten aber die Klügeren, die Realisten die Unverbesserlichen unter ihnen endlich in die Schranken weisen.

So lange Gemeinderäte heute noch in der verstorbenen Mönchs Posthotel-Herrlichkeit verfangen sind, aus Fehlern nichts dazu lernen, zwischen Gemeinde- und Eigentum nicht unterscheiden mögen und von der Vielfalt konzeptioneller Vision befreit bleiben, vom gemeinen Volk zu ihrem Rat ernannt werden, wird es bei dieser Rückentwicklung bleiben. In Karlsruhe unwillkommen, für Calw weiterhin notwendiges Zählgeld - zum Landkreis-Erhalt.


Wir wünschen uns für 2017, dass politische Führer, wenn sie denn ernst genommen werden wollen, „…sich den Forderungen der Menschen anpassen, die ihnen die Führung anvertraut haben und zugleich eine Vision und einen Weg vorwärts aufzeigen, damit die Menschen sich eine bessere Zukunft vorstellen können.“ (Weltwirtschaftsforum-Gründer Klaus Schwab.)

Die geografischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründe für einen Wechsel bleiben weitgehend bestehen. Und dennoch: Man wünscht(e) sich einen Landkreiswechsel und meint(e) auf jeden Fall auch ein besseres Herrenalb.

Der Film des Jahres!