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Der unwichtige Zipfel
Landkreiswechsel
Der Wunsch zum Landkreiswechsel ist vielmehr eine Frage der Identität, gänzlich unabhängig von Zipfel-Denken. Wäre Herrenalb so im Landkreis Calw integriert, wie es der Landrat jetzt - nachdem er Feuer in seinem Dachstuhl sieht - darstellt, wäre möglicherweise noch Verständnis angebracht.

Über die vielen Jahre der realen Karlsruher Lebensader-Anbindung mit Strasse, Bahn, Schule und Studium, Freunden und Verwandten, Einkauf und Arbeitsplätzen entstand - völlig unabhängig von der geografischen Lage - immer deutlicher ein Wir-Gefühl zum Landkreis Karlsruhe. Vom Landkreis Calw hingegen war nichts zu spüren. So wurde aus der geografischen Zipfel-Lage über Jahrzehnte erlebte Realität. Kein Wunder...

...wenn dadurch das Beziehungsgeflecht nach Karlsruhe immer stärker wurde. Mann könnte es auch so fassen: Seitens des Landkreises Calw unternahm man alles bzw. nichts, um dieser Realität etwas dagegen zu setzen. Selbst schuld.


Es ist symptomatisch für den Herrenalber Bürgermeister, dieses Bewusstein in der Bevölkerung nicht aufgenommen zu haben, obwohl er es nachgewiesenermassen seit 3 Jahren deutlich weiss. Mit dessen Devise des infantilen Aussitzens richtete dieser schon einiges Unheil an.


Die derzeitigen "Aufzählungen" des Landrats, Herrenalb verdanke dem Landkreis Calw sehr viel, sollen Sand in die Augen streuen, sind aber nicht belegbar. Für das Grünprojekt gab es die eigenständige Herrenalber Bewerbung beim Ministerium für Ländlichen Raum, die 2 Millionen für die Gartenschau kamen vom Land und die gesamten anderen Fördermittel für die Stadtsanierung erhielt/erhält Herrenalb ebenfalls ausschliesslich vom Land (Bundesland Baden-Württemberg). Ähnliches gilt für den Kindergarten im Dobeltal.

Die "honorige" Begleitung des Badeparadies-Gauklers Axel Feucht kann ebenfalls kein Grund zum Bedanken sein. Im Gegenteil, diese riss Herrenalb fast in den Abgrund. Zum verbliebenen finanziellen und ideellen Schaden war und ist weder vom Bürgermeister noch vom Landrat ein einziges Wort gefallen.

Eine geografische Rand- oder Zipfellage mit angrenzenden anderen Landkreisen erfordert naturgemäss auch eine landkreisübergreifende ÖPNV-Politik. Schliesslich leben wir nicht nur in einem gemeinsamen Europa, in einem gemeinsamen Deutschland und in einem gemeinsamen Baden-Württemberg, sondern als "Zipfel" auch in enger Nachbarschaft mit unseren Nachbar-Landkreisen. Daran zu sparen heisst, an dem alltäglichen Lebensgefühl der Herrenalber Bevölkerung zu sparen.

Dass nach langjähriger Alleinfinanzierung der Bus-Verbindungen von Nachbarkreisen zu uns nach Herrenalb diese irgendwann einen Ausgleich fordern, ist nicht nur legitim, sondern war auch abzusehen. Der Hinweis von Bürgermeister Mai, im Falle der geforderten Mittelbereitstellung für die Buslinie 244 zöge auch der Enzkreis mit Forderungen für deren Fahrlinien zu uns nach, beweist dessen ungutes Verhalten, von dem oben die Rede war.

Interessant wäre vielleicht, der Überlegung der damaligen CDU-Landesregierung nachzugehen, warum diese den Landkreis Calw für so unwichtig hielt, dass sie ihn aufteilen wollten…