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Gemeinschafts-Wohnprojekt

"Cité-Bretagne" in Baden-Baden
 
Ob nun Mehrgenerationenhaus, Haus- oder Wohngemeinschaft, Gemeinschaftswohnprojekt oder nur Wohnprojekt. Das sind nur verschiedene Worte für ein Ziel. Die zugrundliegende Gemeinsamkeit wurde dafür von der Projektgemeinschaft VIA Baden-Baden folgendermassen definiert:

1. „Generationenverbindendes Zusammenleben für jung und alt ist menschengerecht, sozial sinnvoll und Lebensqualität steigernd.
2. Durch neue Formen des Miteinanders entsteht soziale Nachhaltigkeit und Innovation gegen zunehmende Individualisierung und Anonymität.
3. Die unterschiedlichsten Fähigkeiten der Hausbewohner/innen können sich, zusammen erlebt und genutzt, zu einer sozialen Kompetenz entfalten und zu einer wachsenden Solidarität führen.
4. Dazu gehört auch möglichst ökologisch bewusst zu bauen und zu leben. Das betrifft sowohl die Architektur als auch das Zusammenleben in einem solchen Wohnprojekt.“

Dieses neue Wohnen-Können ist eine langfristig angelegte Lebensform als freiwilliges Zusammenleben mehrerer unabhängiger und verschieden alter Personen. Eine Wohn-Form, die immer beliebter wird und nur einen einzigen Haken hat...

...Es müssen sich geeignete Menschen der Tat finden, die einer solchen Idee nicht nur einen Namen geben, sondern auch aktiv Leben einhauchen.


Karl Popper definiert Aktivismus ganz einfach als „Neigung zur Aktivität und die Abneigung gegen jede Haltung des passiven Hinnehmens.“

Wie schon einmal erwähnt, ist das Interesse an dem Projekt VIA nach sechs Jahren „Übung gemeinschaftlichen Wohnens“ unvermindert gross. Fragen von Interessenten aus nah und fern nach freien Wohnungen (zur Miete oder zum Erwerb) mussten und müssen regelmässig abschlägig beschieden werden, da alle Wohneinheiten zumeist langfristig belegt sind.

Nachdem sogar die Baden-Badener Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) das VIA-Wohnprojekt mehrfach als beispielhaft für künftige kommunikative Wohnformen gelobt hatte, entschloss sich der ehemalige Herrenalber und VIA-Mitbegründer, der Architekt Eberhard Kampmann, ein weiteres Projekt zu initiieren: Das Gemeinschaftswohnprojekt "Bretagne" in Baden-Baden.

Nach entsprechenden Vorinformationen und Vorarbeiten kam es am 18.Dezember vorigen Jahres zu einer ersten Informationsveranstaltung für Interessenten. Vorangegangen war die grosszügige Unterstützung durch die städtische Entwicklungsgesellschaft GSE, die ein Grundstück im Planungsgebiet "Bretagne" der Cité zur Verfügung stellt.

Es galt, Interessenten für eine Baugemeinschaft zu finden, die gemeinsam von Beginn an das Projekt entwickelt und begleitet. Dazu hiess es in einer allgemeinen Information: Organisationsform ist zweckmässigerweise wieder eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die den geringsten bürokratischen Aufwand erfordert, zugleich aber besonders flexibel auf vertragliche Korrekturen oder persönliche Wünsche und Vorstellungen reagieren kann.

Das Bauvorhaben wird unter Mitwirkung der Gesellschafter durchgeführt. Bauträger oder Generalunternehmer sind nicht beteiligt. Für die wirtschaftlich zumutbare Realisierung von Gemeinschaftseinrichtungen, die durch Umlage finanziert und unterhalten werden, ist eine Mindestanzahl von Wohneinheiten erforderlich, erfahrungsgemäss etwa 25-30.

Erwünscht sind auch Gesellschafter, die ihre Wohnung - noch - nicht selbst nutzen wollen, da auch Mietanfragen vorkommen. Investitionen zwecks Wohnungsverkauf sind hingegen nicht erwünscht.

Am 15.1.2016 folgte die zweite allgemeine Infoveranstaltung und danach, am 5.+13.4.2016, gab es zwei weitere Zusammenkünfte mit den ernsthaften Bewerbern.

Dort vereinbarten sich abschliessend 26 Gesellschafter als Baugruppe, so dass ein entsprechendes Verfahren zur Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplanes bei der Stadt Baden-Baden für dieses neue „Gemeinschaftswohnprojekt Bretagne“ in Gang gesetzt werden konnte. 

Da der Zuspruch sehr gross war, musste für die einzelnen Wohnungen ein bestimmtes Ranglistenverfahren entwickelt werden. Drei Wohnungen sind vorerst noch frei. Die Baugruppe rechnet mit 4-6 Wochen Bearbeitungszeit, um das betreffende Grundstück danach umgehend von der GSE zu erwerben.

Weitere Informationen: E. Kampmann, telefonisch 07221-9716961 oder per Mail flutgraf(at)t-online.de

Modelle

Ein solches Projekt bedarf natürlich einer gewissen Grundstücksgrösse. Da in Herrenalb schon mehrfach seitens des Gemeinderats von einer Randbebauung der Schweizer Wiese zu lesen und zu hören war, könnte man sich eine solche Zukunfts-Entwicklung dort am ehesten vorstellen. Auch das Areal hinter den Stadtwerken, ehemals lange als "das Filetstück Herrenalbs" gehandelt, weist entsprechend notwendige Planungsfläche auf.